Das alte Kaufhaus Aufterbeck soll abgerissen und durch ein modernes Geschäftshaus ersetzt werden. Eröffnung ist für 2013 geplant.

Ansicht von der Ecke Wallstraße/Bechemer Straße.
Ansicht von der Ecke Wallstraße/Bechemer Straße.

Ansicht von der Ecke Wallstraße/Bechemer Straße.

An der Stelle des Kaufhauses Aufterbeck soll das „Stadttor Ratingen“ entstehen: ein modernes Geschäftshaus mit Läden und Gastronomie. Die Eröffnung ist für Frühjahr 2013 geplant.

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Ansicht von der Ecke Wallstraße/Bechemer Straße.

Ratingen. Das Traditions-Kaufhaus Aufterbeck gehört bald der Vergangenheit an. An seiner Stelle soll ein neues Geschäftshaus mit Tiefgarage errichtet werden. Sein Name: „Stadttor“. Es wird das Antlitz der Ecke Wall-/Bechemer Straße nachhaltig verändern.

Knapp elf Millionen Euro will die Düsseldorfer iandus-Unternehmensgruppe investieren, um dort ein modernes Einkaufszentrum mit Einzelhandel und Gastronomie zu bauen. Rund 3350 Quadratmeter Ladenflächen im Erdgeschoss und ersten Stock sowie eine Tiefgarage mit 62 Stellplätzen sehen die gerade vorgestellten Planungen vor.

Mietermix: namhafte Marken und Mieter aus dem Bereich Textil

Die Flächen sind – je nach Bedarf – in vielen Varianten teilbar und zu verknüpfen. Den künftigen vier bis fünf Mietern stehen Geschäftsgrößen zwischen rund 100 bis über 2000 Quadratmetern zur Verfügung. Die beiden Geschäftsebenen werden über Rolltreppen sowie Aufzüge miteinander verbunden.

Beim Mietermix setzt der Investor laut Broschüre auf „namhafte Marken und Mieter aus dem Bereich Textil, Schuhe, Young Fashion und Accessoires“. Attraktive und wertige Gastronomie soll das Angebot abrunden. Im Dachgeschoss werden die Haustechnik und Lagerflächen sowie Sozialräume und Sanitäranlagen untergebracht.

Der Bauentwurf soll sich städtebaulich in das bestehende Altstadtensemble mit seinen strukturierten Fassaden harmonisch einfügen, zugleich aber auch die Anforderungen des Einzelhandels an moderne Flächenzuschnitte, Raumhöhen und ansprechender Warenpräsentation erfüllen. „Das alte Kaufhaus konnte dies nicht bieten – auch nicht mit einem Umbau“, sagt Wirtschaftsförderer Reiner Heinz. Es sei bei potenziellen Investoren durchgereicht worden.

3350 Quadratmeter Handels- und Gastronomieflächen, 1290 Quadratmeter Nebenflächen, 62 Pkw-Stellplätze in der Tiefgarage, Investitionsvolumen rund elf Millionen Euro. Mietflächen variabel zwischen 100 und mehr als 2000 Quadratmeter. Prognose des Umsatzvolumens: 10,7 Millionen Euro pro Jahr.
 

Die iandus-Unternehmensgruppe hat an verschiedenen renommierten Projekten mitgewirkt: Stachus-Einkaufszentrum in München, Einkaufszentrum Limbecker PLatz in Essen, Umgestaltung des Essener Hauptbahnhofes, Tempelhofer Hafen in Berlin, Stadthausgalerie Andernach. Infos unter:
www.iandus.de

Nach verschiedenen Insolvenzen und wechselnden Besitzern ist die Zeit des Kaufhauses Aufterbeck damit endgültig abgelaufen. Ende des Jahres soll das Gebäude innen abgebrochen werden, aus Rücksicht auf das Weihnachtsgeschäft beginnt der Abriss erst im Januar 2012. Die Rohbauarbeiten starten dann im April. Mit der Eröffnung rechnet iandus-Geschäftsführer Benedikt Schmidt-Waechter im Frühjahr 2013.

„Wir stehen bereits in engen Kontakt und Verhandlungen mit verschiedenen Mietern“, bestätigte Waechter. Firmennamen dürfe er noch nicht nennen. „Wir suchen vor allem Sortimente, die es in Ratingen noch nicht gibt. Wir wollen eine Ergänzung, keine Verdrängung.“

Die Politiker sind von den Plänen begeistert

Die Planung sei in enger Abstimmung mit der Verwaltung erfolgt. Für die Baugenehmigung, die bislang noch nicht beantragt wurde, sieht Heinz keine Probleme. Und Störfeuer aus dem politischen Raum seien auch nicht zu erwarten – im Gegenteil. In ersten Reaktionen zeigten sich die Politiker im Bezirksausschuss Mitte fraktionsübergreifend begeistert bis euphorisch von den Plänen.

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