Bildung: Die Grundschule ist in der Endauswahl für den Deutschen Schulpreis 2011.

Bildung
Schüler und Lehrer der Eduard-Dietrich-Schule mit Juroren vor einem Einmaleins-Spiel in einem Klassenraum.

Schüler und Lehrer der Eduard-Dietrich-Schule mit Juroren vor einem Einmaleins-Spiel in einem Klassenraum.

Simone Bahrmann

Schüler und Lehrer der Eduard-Dietrich-Schule mit Juroren vor einem Einmaleins-Spiel in einem Klassenraum.

Ratingen. „Es ist für uns eine große Ehre, unter den letzten 20 zu sein“, sagt Petra Braun-Hammes, Schulleiterin der Eduard-Dietrich-Schule in Lintorf. Sie hat Grund, stolz zu sein, ist doch ihre Schule eine von 20, die aus 119 Bewerbern in die Endauswahl des Deutschen Schulpreises 2011 gekommen ist. Die Schulpreis-Jury begutachtete die Schule zwei Tage lang intensiv, um sich einen Eindruck von der Einrichtung zu machen.

Der Deutsche Schulpreis der Robert Bosch Stiftung und der Heidehof Stiftung ist mit insgesamt 230 000 Euro dotiert. Der Impuls, sich zu bewerben, kam nicht von ungefähr. Petra Braun-Hammes berichtet: „Vor den Sommerferien fanden die Qualitätsprüfungen des Landes NRW statt. Wir wurden auf Herz und Nieren geprüft. Das Gesamtbild war so positiv, dass man uns nahe legte, uns für den Deutschen Schulpreis zu bewerben.“

Das Besondere an der Eduard-Dietrich-Schule? Sie ist in Ratingen die einzige Schule, die nach der Montessori-Pädagogik lehrt. Das bedeutet, es gibt keine Klassen nach Jahrgang, sondern in jeder Klasse sind Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren. Die Schüler legen ihre Lerninhalte individuell fest und werden dabei von den Lehrern unterstützt. Viel Wert wird dabei auf die gegenseitige Hilfe der Schüler untereinander gelegt; so erfahren die Jüngeren von den erfahreneren Schülern viel Unterstützung.

An der Schule gibt es ein Kinderparlament

Die Schule hat sich mit einem Bewerbungsbogen und einem Profil für den Preis beworben. Dort wurde kurz umrissen, wie sie aufgebaut ist und was sie ausmacht – nämlich das Miteinander von Schülern untereinander sowie auch von Schülern und Lehrern, und die Freude und Konzentration, mit der die Kinder bei der Sache sind. Dies wurde sogar nochmals von Jury-Mitglied Gisela Schultebraucks-Burkart, Leiterin der Grundschule Kleine Kielstraße, Dortmund, die den Preis 2006 gewann, hervorgehoben. Es gibt an der Schule ein Kinderparlament, bestehend aus Klassenrat, -sprechern, Kinderkonferenz und Schulsprechern. Die Schulordnung wurde von den Schülern selbst entworfen.

Und was wäre, wenn die Schule den Preis tatsächlich gewinnt? Petra Braun-Hammes: „Die Kinder haben einen Wunsch: Sie möchten gerne genügend Fußbälle für alle Klassen haben. Das würden wir ihnen gerne erfüllen.“ Sollte die Schule den mit 100 000 Euro dotierten Hauptpreis bekommen, dürfte das kein Problem mehr sein.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer