Täter manipulierten Kartenterminal: Opfer um mehr als 100 000 Euro geprellt.

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An dem manipulierten Gerät wurden die Daten ausgespäht.

An dem manipulierten Gerät wurden die Daten ausgespäht.

dpa

An dem manipulierten Gerät wurden die Daten ausgespäht.

Ratingen. Seit Wochenanfang häufen sich bei der Polizei die Anzeigen von Bankkunden, deren Konten mit Geldabhebungen in den USA, Kolumbien und Mexiko belastet wurden. Bisher haben sich rund 60 Betroffene gemeldet. Die Polizei geht von mindestens 100 Opfern aus, der Schaden würde deutlich über 100 000 Euro liegen.

Täter brachen ins Geschäft ein und bastelten an dem Kartenterminal

Die Ermittlungen der Polizei führten schnell zur Ursprungstat: Im „Futterhaus“, einem Fachgeschäft für Tiernahrung und -zubehör an der Boschstraße, war das Kartenterminal an der Kasse manipuliert worden. Die Polizei hat das Gerät inzwischen beschlagnahmt; es wird zurzeit noch kriminaltechnisch untersucht. Sicher ist, dass unbemerkt vom Betreiber oder den Mitarbeitern des Geschäftes unbekannte Täter das Gerät so verändert haben, so dass mit diesem Kartendaten ausgelesen („Skimming“) werden konnten.

Als möglichen Tatzeitraum nennt die Polizei die Zeit zwischen dem 1. Dezember und dem 14. Januar. Der „Futterhaus“-Geschäftsführer Günter Hensellek weiß inzwischen, dass die Täter in der Nacht vom 4. auf den 5. Dezember in sein Geschäft eingebrochen waren und bis Mitternacht vier Stunden an dem Kartenterminal herumgebastelt haben. Das hätte die Auswertung der Software ergeben. Dem Geschäft sei kein Schaden entstanden, aber der Imageschaden sei enorm. Jetzt habe er ein Gerät mit einer besonderen Sicherheitsprüfung im Einsatz.

Obwohl verschiedene Banken und Sparkassen ihre Kunden schon von sich aus auf die verdächtigen Buchungen aufmerksam gemacht haben, rät die Polizei, Kontoauszüge regelmäßig zu kontrollieren und sich bei zweifelhaften Kontobelastungen aus dem Ausland sofort an das Geldinstitut zu wenden. joda

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