Ratingen. Die Kirche kennt Helden und Heilige, sie kennt aber auch Versager und Verbrecher. „Die Christen glauben, dass Gott trotz allem zu den Menschen und auch zu seiner Kirche hält“, sagte Pfarrer Ludwin Seiwert beim Glaubensforum in Ratingen-West.

Mehr als hundert katholische und evangelische Christen waren im Pfarrsaal am Maximilian-Kolbe-Platz zusammengekommen, um über die Kirche und das Evangelium zu sprechen: Wie hat Jesus die Kirche gewollt? Vor fast 500 Jahren hatte Martin Luther in seinen 95 Thesen die Kirche kritisiert und damit die Reformation in Deutschland ausgelöst. Er wollte keine neue Kirche gründen, sondern die Kirche erneuern. Vor zwei Monaten hatte Papst Franziskus in seiner Weihnachtsansprache von 15 Krankheiten der Kurie gesprochen und zu einer Gewissenserforschung aufgefordert. Seiwert: „Beide wollten eine Reform der Kirche. Auch wenn man sich zur Kirche bekennt, kann man die Kirche kritisieren.“

Die Teilnehmer des Glaubensforums kamen aus verschiedenen Konfessionen. Dennoch zeigte die lebhafte Diskussion, dass sich evangelische und katholische Christen viel näher stehen als oft angenommen wird.

Papst Franziskus hatte kurz nach seiner Wahl ein apostolisches Schreiben veröffentlicht: „Von der Freude des Evangeliums.“ “ Das Glaubensforum will Grundgedanken dieses Schreibens vorstellen. Die Überlegungen werden am Montag, 2. März, um 20 Uhr im Pfarrsaal der Heilig-Geist-Kirche fortgesetzt. Das Programm ist im Internet veröffentlicht:

www.heiliggeist-ratingen.de Red

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer