Die Bürger Union macht den Standort der Handwerksbetriebe an alter Maschinenfabrik zum Thema. Dieser stand bisher nie in Frage.

Das Gebiet mit der ehemaligen Maschinenfabrik.  Archiv
Das Gebiet mit der ehemaligen Maschinenfabrik. Archiv

Das Gebiet mit der ehemaligen Maschinenfabrik. Archiv

Stefan Fries

Das Gebiet mit der ehemaligen Maschinenfabrik. Archiv

Ratingen. Anfang des Jahres erhielt Sascha Stenske-Bäumer, Besitzer der ehemaligen Maschinenfabrik an der Homberger Straße, gute Neuigkeiten. Damals entschied die Politik, dass Edeka Kels von seinem jetzigen Standort direkt gegenüber dem Fabrikgebäude in dieses umziehen kann. Stenske-Bäumer will den Gebäudeteil zur Balcke-Dürr-Allee so umbauen, dass der Supermarkt Platz hat. Danach soll das restliche Grundstück, auf dem sich noch Handwerksbetrieb befinden, bebaut werden.

Doch für den Außenstehenden tut sich rein gar nichts auf dem Gelände. „Wann werden die ersten Baumaßnahmen vorangehen?“, fragen sich viele.

Dazu kann oder wollen weder die Stadt noch Sascha Stenske-Bäumer eine konkrete Aussage treffen. „Wir sind noch in Gesprächen“, sagt Planungsamtsleiter Jürgen Rautenberg. „Es geht sowohl um aktuelle Pläne für den ersten Abschnitt mit dem Umzug des Edeka-Marktes als auch um die weiterte Bebauung.“

Damit meint er den Teil, in dem sich die Handwerksbetriebe befinden. Stenske-Bäumer wollte dort ursprünglich Wohnraum schaffen und einen Handwerkerhof errichten. Die jetzigen Betriebe sollten dort unterkommen. Die Stadt aber wollte, dass dort auch Bürogebäude entstehen. Der Plan wurde deshalb noch einmal überarbeitet.

Warum über den zweiten Abschnitt jetzt noch einmal gesprochen wird und ob sich an den bisherigen Plänen etwas geändert hat, dazu sagt Stenske-Bäumer nichts. „Soweit sind wir noch nicht. Jetzt geht es in erster Linie einmal um den Umzug von Edeka. Das wollen wir jetzt voranbringen“, sagt er.

Da muss er aber noch warten. Denn Planungsamtschef Rautenberg geht davon aus, dass die Sache erst im November in den politischen Gremien wieder beraten werden kann.

Die Bürger Union kommt derweil mit einem Vorschlag um die Ecke, der aufhorchen lässt. Die BU beschäftigt sich ebenfalls mit dem zweiten Bauabschnitt des Areals, obwohl das für den Investor noch keine Priorität hat. Sollten die Handwerksbetriebe nicht am Standort bleiben, so die BU, könnten sie auf dem städtischen Gelände an der Robert-Zapp-Straße untergebracht werden. Dort soll das Materiallager aufgegeben werden.

Handwerker erstaunt über alternativen Vorschlag der BU

„Das soll nur eine Alternative sein. Uns ist schon daran gelegen, dass die Handwerker am jetzigen Standort bleiben. Aber das muss vertraglich festgelegt werden“ sagt BU-Ratsherr Alfred Dahlmann. Er will Sicherheit für die Handwerker haben.

Die zeigen sich erstaunt über den neuen Vorschlag. „Wir haben ein sehr gutes Verhältnis zu Stenske-Bäumer. Wir wollen hier auch nicht weg“, sagt Dachdecker Sven Pallessen. „Und die Pläne sehen bis jetzt auch einen Handwerkerhof vor.“ Er und seine Kollegen hätten normale Mietverträge, wie sie üblich seien. „Dass wir aber keine Verträge mit 20-jähriger Laufzeit haben, versteht sich angesichts der Lage ja von selbst.“

Auch Investor Stenske-Bäumer versteht den Vorstoß nicht. „Das sind zum Teil jahrelange Mieter von mir. Und ich möchte, dass diese Handwerksbetriebe bleiben.“

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