Auf dem Gelände der ehemaligen Martinschule entsteht in Tiefenbroich für knapp zwei Millionen Euro ein Treffpunkt für alle Generationen.

Auf dem Gelände der ehemaligen Martinschule entsteht in Tiefenbroich für knapp zwei Millionen Euro ein Treffpunkt für alle Generationen.
Baubeginn für den Mehrgenerationentreff auf dem Gelände der ehemaligen Martinschule.

Baubeginn für den Mehrgenerationentreff auf dem Gelände der ehemaligen Martinschule.

Achim Blazy

Baubeginn für den Mehrgenerationentreff auf dem Gelände der ehemaligen Martinschule.

Ratingen. Das langersehnte Ziel rückt näher. Der Rat hat bereits vor langer Zeit entschieden: Tiefenbroich wird eine neue Mitte bekommen. Das geplante Zentrum heißt Mehrgenerationentreff (MGT) und soll knapp zwei Millionen Euro kosten. Nun haben die Bauarbeiten an der Sohlstättenstraße begonnen.

Wie sehen die Planungen in groben Zügen aus? Auf dem Gelände der ehemaligen Martin-Schule an der Sohlstättenstraße entsteht ein Neubau, der als Passivhaus mit niedrigen Energiekosten geplant ist. Das Gebäude kann vielseitig genutzt werden. Botschaft: Aktionsprogramme und Bildungsinhalte sind ausdrücklich erwünscht – und werden nach den neuen Richtlinien des Kreises Mettmann auch eingefordert.

So gibt es eine Projektgruppe, die in Zukunft das Leben in Tiefenbroich mitgestalten, formen und prägen soll. Der Titel: „akTief – älter werden in Tiefenbroich“. Ein weiteres Detail: Die Dachfläche des Gebäudes wird begrünt und dem „Verein Bürgersolar“ zwecks Errichtung einer Photovoltaik-Anlage zur Verfügung gestellt.

Jochen Kral, Technischer Beigeordnete, erklärte: „Dieser Neubau ist das erste öffentliche Gebäude der Stadt Ratingen mit Passivhausstandard und greift damit dem neuen Klimaschutzkonzept voraus.“ Dieses Projekt habe „Leuchtturmcharakter für Ratingen“, urteilte der Planungsdezernent.

„Tiefenbroich hat es verdient, eine solche zukunftsweisende Begegnungsstätte zu bekommen.“

Wolfgang Diedrich, CDU

CDU-Ratsherr Wolfgang Diedrich, Vorsitzender des Bezirksausschusses Tiefenbroich, erklärte: „Rat und Verwaltung haben das Gesamtprojekt auf die erste Prioritätsstufe gesetzt und mit der beschlossenen Verwirklichung Wort gehalten. Es ist eine echte bauliche, schulische und gesellschaftliche Aufwertung für Tiefenbroich. Der Stadtteil trägt mit seinen vielen Firmen erheblich zur positiven wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt Ratingen bei und erträgt die erheblichen Belastungen durch den Fluglärm. Tiefenbroich hat es verdient, eine solche zukunftsweisende Begegnungsstätte zu bekommen.“

Mit der Einrichtung, deren Planung auch einen Raum mit rund 100 Besucherplätzen vorsieht, rückt auch der von der Tiefenbroicher Bevölkerung schon seit vielen Jahren gewünschte Ortsmittelpunkt ein Stück näher. Durch seine einfache Gebäudegeometrie sowie durch die aufgrund der erhöhten Schallschutzanforderungen notwendigen Bauteilaufbauten konnten die Planer mit vertretbarem Mehraufwand dem Planungsziel entsprechen, ein Passivhaus zu errichten. Mit der Entscheidung, einen neuen Mehrgenerationentreff in Tiefenbroich zu bauen, ist gleichzeitig ein Projekt zur altersgerechten Quartiersentwicklung initiiert worden.

In der städtischen Vorlage wird dazu dies ausgeführt: „Der Neubau Begegnungsstätte Tiefenbroich soll das verbindende Element aller Generationen im Quartier werden. Hier sollen die Bewohner sich austauschen, Begegnungen stattfinden und die ersten Berührungspunkte zu Möglichkeiten des freiwilligen Engagements entstehen.

Er soll ein Ort der Begegnung werden, ein Treff für die Menschen aus dem Stadtteil, auch eine Plattform, auf der sich die Bürger aus Tiefenbroich, ob bei Vorträgen, Kursen oder Feiern, näher kommen können.“

Jahrelang hatte es zähe Debatten über einen neuen Ortsmittelpunkt gegeben. In der Politik ist man sich einig, dass der Stadtteil dringend aufgewertet werden muss.

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