Ein Irish Pub eröffnet demnächst in dem denkmalgeschützten Gebäude. Bald wird auch die Stadt den Vorplatz neu gestalten – und die Bahn will ebenfalls endlich sanieren.

Denkmalgeschützt ist die S-Bahnstation in Hösel, in der bald ein Irish Pub eröffnet. Zugleich will die Stadt den Vorplatz umgestalten.
Denkmalgeschützt ist die S-Bahnstation in Hösel, in der bald ein Irish Pub eröffnet. Zugleich will die Stadt den Vorplatz umgestalten.

Denkmalgeschützt ist die S-Bahnstation in Hösel, in der bald ein Irish Pub eröffnet. Zugleich will die Stadt den Vorplatz umgestalten.

Achim Blazy

Denkmalgeschützt ist die S-Bahnstation in Hösel, in der bald ein Irish Pub eröffnet. Zugleich will die Stadt den Vorplatz umgestalten.

Ratingen. Der Bahnhof Hösel soll bald wieder unter Dampf stehen: Das seit längerer Zeit leerstehende Restaurant in dem denkmalgeschützten Gebäude wird wiederbelebt. Torsten Schulz von der James Joyce Irish Pub GmbH in Bornheim richtet dort eine irische Kultkneipe ein. Er betreibt bereits den Irish Pub an der Lintorfer Straße in Ratingen Mitte.

Schulz findet den Bahnhof zumindest von innen „super und top“. Derzeit wird noch kräftig an der Pub-Deko gewerkelt. Auch werden viele Leitungen verlegt. „Wir rüsten die Bierzapfanlage von derzeit vier auf insgesamt acht Leitungen auf. Erste Test sind bereits gemacht worden.“ Den Eröffnungstermin hat er schon zweimal verschieben müssen: Ein altes Gemäuer birgt einfach zu viele Überraschungen.

Von Anfang an soll in dem neuen Pub alles gut funktionieren

„Wir sind jeden Tag dran. Sobald die Zapf- und Kühltechnik eingebaut ist, kann ich ein festes Datum zur Eröffnung sagen. Dies sollte nächste Woche passieren“, so Schulz gestern. Es sei eine unendliche Geschichte: „Aber für den 4. Februar habe ich schon mal eine Reservierung angenommen.“

Alles soll vom Start weg gut funktionieren. Unter anderem gibt es neben Pils und Alt natürlich Guinness, Kilkenny und Cider sowie Spezialbiere. Es werden auch andere Leitungen verlegt: Schulz wird das deutsche und englische Sky-Programm anbieten.

Mit dem Sky-Angebot hofft Schulz auch auf Gäste von außerhalb. Insgesamt wird der Fußball über acht Bildschirme rollen, vier große und vier kleine. Zu jedem Pub gehören Billard, Dart und Kicker – da macht auch der James Joyce-Ableger in Hösel keine Ausnahme. Die „Raucher-Ecke“ wird auf dem überdachten Bahnsteig eingerichtet.

Im Sommer soll der Biergarten auf Vordermann gebracht werden. Schulz will zunächst abwarten, bis die Baustelle der Stadt fertig ist: Die Bahnhofsbesitzer, die Ratinger Gebrüder Doppstadt, geben einen Teil des Biergartens für die neue Buswendeanlage unter der Brücke ab. Dafür bekommt der Gastronom eine weitere Fläche für Außengastronomie vor dem Gebäude. „Etwa 20 Sitzplätze“, schätzt Schulz, könne er vor den Bahnhof stellen. Darum wolle er sich im Sommer kümmern.

Den Pub will er auch nutzen für Veranstaltungen, Live-Musik und private Feiern: „Wir haben viele Anfragen für Ratingen Mitte, können aber nicht alle annehmen. Auch mehr Live-Musik als in Mitte solle es in Hösel geben – aber mit Rücksicht auf die Nachbarschaft.“ Die vorhandene Küche werde „für bierbegleitende Speisen“ genutzt, so Schulz. Also ein ähnliches Angebot wie in Mitte an der Lintorfer Straße. In dieser Woche tauchte der Bahnhof Hösel im Programm „1von150“ auf: Die Liste besteht aus Bahnhofsprojekten, für die zwischen September 2016 bis Ende 2023 ein Baubeginn oder eine Inbetriebnahme geplant sind. Eine Anfrage bei der Bahn blieb bis gestern unbeantwortet: Man müsse erst die Fachabteilung befragen, hieß es.

Die Sanierung ist dringend nötig: Ein Stahlgerüst hält seit Längerem das Holzdach auf Höhe, nachdem offenbar ein weiterer Stützpfeiler weggefault ist. Auch ist die Station seit dem Wegfall des Bahnübergangs inzwischen nicht mehr behindertengerecht.

Die Umgestaltung des Vorplatzes durch die Stadt wird bald in Angriff genommen. Noch Ende vergangenen Jahres sollte wegen der erwarteten Fördermittel vom Verkehrsverbund Rhein Ruhr (VRR) der Auftrag vergeben werden, so die Stadt. Für die Lösung mit der verlegten Buswendeanlage hatte sich besonders eine örtliche Initiative stark gemacht.

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