Ratingen. Die FDP will sich im Streit um den neuen Bäcker im Markthaus 20 noch nicht festlegen. „Wir warten die Sitzung des Hauptausschusses am 16. Mai ab“, erklärt Fraktionsvorsitzende Hannelore Hanning, „wir wollen beide Seiten hören und dann abwägen.“ Ein langer Leerstand in so prominenter Lage ist für die FDP-Fraktion mindestens genauso schädlich wie der vom Investor Marx „angestrebte Vertragsbruch“. Hanning betonte: „Wir dürfen es dem Investor zwar nicht leicht machen, sich von den Absprachen zu lösen, allerdings sollte es auch keine ,Basta’-Position der Stadt geben.“ Dies könnte noch anstehende Innenstadt-Projekte blockieren. „Wenn wir Investoren keinerlei Spielraum lassen, werden diese sich sehr genau überlegen, ob sie in Ratingen noch Geld in die Hand nehmen und ins Risiko gehen“, so Hanning, „Man muss auch einfach inBetracht ziehen, dass seit der Unterschrift der Verträge einige Zeit verstrichen ist.“

Der Einzelhandel befinde sich seit Jahren im Umbruch und kämpfe mit den aktuellen Entwicklungen. Verändertes Konsumverhalten, das Internet – all dies verändere gerade den Einzelhandel massiv. Diesem Hintergrund könnten sich auch die Politik und der Rat nicht verschließen. Man müsse das Einzelhandelskonzept der Stadt ergebnisoffen hinterfragen und fit für die Zukunft machen. Auch die Werbesatzung soll aus Sicht der FDP-Fraktion noch einmal mit einbezogen werden.

Zum Kreis der Interessenten gehörten in erster Linie die Händler, aber auch die Vermieter müssten zusammen mit der Politik an einen Tisch. „Nur gemeinsam können Lösungen entwickelt werden, die Ratingen und seine Innenstadt attraktiv und zukunftsfähig machen“, betonte Hanning. kle

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