Fahrzeuge parken den engen Hülsenbergweg zu: Anwohner und Politik bemühen sich seit Jahren um eine Lösung des Problems.

Fahrzeuge parken den engen Hülsenbergweg zu: Anwohner und Politik bemühen sich seit Jahren um eine Lösung des Problems.
Geparkte Autos machen die Straße enger. Am Hülsenbergweg ist das ein Problem.     Symbol

Geparkte Autos machen die Straße enger. Am Hülsenbergweg ist das ein Problem.     Symbol

M. Zanin/Archiv

Geparkte Autos machen die Straße enger. Am Hülsenbergweg ist das ein Problem.     Symbol

Ratingen. Die Probleme sind seit Jahren bekannt, geschehen ist bislang nichts: Der enge Hülsenbergweg darf beidseitig beparkt werden – doch wenn nur einer etwas schief steht oder ein Hänger oder Lkw abgestellt ist, kommen Einsatzfahrzeuge nicht mehr durch. Die Probleme hat auch das im hinteren Bereich angesiedelte Technische Hilfswerk (THW). Anwohner David Eggert hat es selbst erlebt, dass Einsatzfahrzeuge, die zu ihm unterwegs waren, steckengeblieben sind.

Gerade in den Abendstunden ist es oft sehr eng im Hülsenbergweg

„Ich hatte einen Ölalarm im Keller“, sagte Eggert. Augenscheinlich keine große Sache, jedenfalls war kein Leck im Tank erkennbar. Aber angesichts der Menge von 10 000 Litern („Ich hatte gerade tanken lassen“) riet ihm ein Fachmann, sicherheitshalber die Feuerwehr zu alarmieren. „Wir schicken jemanden raus“, hieß es aus der Leitstelle. Erst kam ein Rettungswagen, dann folgten fast 20 weitere Feuerwehrautos: „Einer kam durch. Die Nächsten blieben stecken und mussten zurückrangieren und dann über die Jahnstraße anfahren.“ Eggert wohnt an der Ecke Jahnstraße/Hülsenbergweg. Er staunte nicht schlecht über diesen Großeinsatz, fragt sich aber bis heute: „Was ist eigentlich, wenn wirklich etwas passiert ist und keine Einsatzfahrzeuge rechtzeitig durchkommen?“

Gerade in den Abendstunden, wenn alle Anwohner von der Arbeit zurückgekehrt seien, sei es oft sehr eng im Hülsenbergweg. Er selber habe mit seinem Auto auch schon mal Probleme: „Ja, es ist sehr eng.“ Zwei Briefe habe er an die Stadt geschrieben, doch keine Antwort bekommen. Seine Vorschläge: „Entweder ein einseitiges Parkverbot oder den breiten Gehweg verkleinern.“ Er hatte sich auch an die Bürger-Union (BU) gewandt.

Detlev Czoske, BU-Ratsherr aus Lintorf, kennt das leidige Thema seit vielen Jahren. Mittlerweile bemühe man sich fraktionsübergreifend um eine Lösung: „Erstmalig 2010 wies die Bürger-Union die Verwaltung darauf hin, dass vorwiegend in den Abendstunden und auch bei Großveranstaltungen im Lintorfer Ortskern der Hülsenbergweg von der Einmündung der Mühlenstraße bis zur Einmündung der Jahnstraße durch Kraftfahrzeuge beidseitig beparkt wird. Hierdurch kommt es zu Verengungen der Fahrbahn, die dazu führen, dass große Kraftfahrzeuge, insbesondere Rettungswagen und Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr, nur mit großen Problemen den Hülsenbergweg befahren können.“ Der Bürgersteig auf der Seite der ungeraden Hausnummern im gesamten betroffenen Bereich des Hülsenbergweges habe durchgehend eine Breite von 2,92 Metern. Seine Idee schon damals: halbseitiges Parken auf dem Gehweg. In einer der ablehnenden Antworten der Verwaltung sei auf den angeblich nicht geeigneten Untergrund des Gehwegs hingewiesen worden.

Doch Czoske hält bis heute an dieser Idee fest. „Dafür brauchen wir nur ein Schild. Selbst Markierungen auf dem Gehweg sind nicht nötig. Das ist die günstigste Lösung.“ Immer wieder sei man aber vertröstet worden. Zuletzt habe die Verwaltung auf die in Arbeit befindliche „Verkehrsleitplanung“ für Lintorf verwiesen: Darin solle auch diese Straße vorkommen.

Im April 2016 habe Baudezernent Jochen Kral im Bezirksausschus gesagt, dass es „aus personellen Gründen“ nicht immer möglich sei, alle Anfragen zeitnah zu behandeln und zu beantworten. Czoske: „Diese Erklärung mag auf viele Themen passen, nicht aber auf die vorliegende Thematik, denn nach Ablauf von sechs Jahren beziehungsweise aktuell nach dem Antrag der Bürger-Union aus dem Frühjahr 2014 darf mit einer Bearbeitung nun doch irgendwann gerechnet werden. Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass unser diesbezüglicher Antrag vom 20. April 2014 bisher auch noch nicht den Weg in die Gremien gefunden hat, mithin noch nicht bearbeitet wurde.“ Nun hofft er, dass die Anfrage der FDP-Fraktion Anlass für eine Bearbeitung sein wird.

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