Technischer Beigeordnete Jochen Kral beim UVR-Forum.

Ratingen
Ein Blick von der Brücke an der Tiefenbroicher Straße auf das Gelände in Lintorf-Süd, das für künftiges Gewerbe vorgesehen ist.

Ein Blick von der Brücke an der Tiefenbroicher Straße auf das Gelände in Lintorf-Süd, das für künftiges Gewerbe vorgesehen ist.

Achim Blazy

Ein Blick von der Brücke an der Tiefenbroicher Straße auf das Gelände in Lintorf-Süd, das für künftiges Gewerbe vorgesehen ist.

Der Mann muss allein schon aus beruflichen Gründen klare Visionen und Konzepte haben. Jochen Kral, seit neun Monaten Technischer Beigeordneter in Diensten der Stadt, kümmert sich um Stadtplanung, also vor allem um das, was sein wird. Jetzt sprach Kral beim Forum des Unternehmensverbandes Ratingen (UVR) in der Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse HRV.

Entscheider aus der Wirtschaft und der Politik saßen im bestens gefüllten Raum – und sie werden wohlwollend zur Kenntnis genommen haben, dass sich in Ratingen eine ganze Menge tut und tun muss. Eine Kernbotschaft: Die Stadt ist in der Lage, aus eigener Kraft das Profil zu schärfen, attraktiv zu sein für Unternehmen, die in der wirtschaftsstärksten Region im Herzen Europas ihren Platz finden oder den bereits etablierten Standort sogar erweitern wollen.

Ein Problem: Gewerbeflächen mit guter Anbindung sind rar, der neue Regionalplan legt die Spielräume für Firmenansiedlungen nicht gerade üppig aus. Was muss man tun? Aus Sicht von Kral ist klar, dass man alte Areale, die zum Beispiele in Tiefenbroich und West liegen, aktivieren kann. Dazu soll es ein Projekt in Zusammenarbeit mit dem Bund geben, man will sich darum bewerben. Botschaft: Es müssen nicht immer neue Flächen sein, der Bestand gibt durchaus Entwicklungsmöglichkeiten her, Flächen müssen nur entsprechend hergerichtet werden.

Das kostet viel Geld, doch Kral will diese Flächen planungstechnisch nicht verfallen lassen. Es wird aber auch ganz neue Areale geben. Kral sprach in diesem Zusammenhang von einem Gelände in Lintorf-Süd (an der Autobahnbrücke)), das entwickelt werden soll. Der Vodafone-Bereich (Rehhecke), auf dem einst das große, mit Pauken und Trompeten angekündigte Campus-Projekt vorgesehen war, soll in ein Allgemeines Siedlungsgebiet (ASB) umgewandelt werden, entgegnete Kral auf die Frage von Werner Uferkamp (FDP), der sich über aktuelle Neuigkeiten am dortigen Standort informieren wollte. Auch in der Innenstadt wird sich eine Menge tun. Man will die alte Hertie-Immobilie anpacken, es sei ein neuer Makler da, mit dem man ins Gespräch kommen will, kündigte Kral an. Mit Blick auf das Gelände an der Turmstraße/Kirchgasse gibt es zwar noch keinen neuen Stand, aber es bewegt sich etwas hinter den Kulissen.

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