Der Sommer kam erst spät auf Touren – ein Wetterrückblick.

Ratingen. Ein kühles und überwiegend trockenes Jahr mit einem verregneten Sommer, der erst im September richtig auf Touren kam – so fasst Klaus Mönch, Mitarbeiter der Umweltabteilung und als Ratingens „Wetterfrosch“ bekannt, seinen Wetterrückblick für 2016 zusammen.

Weil die meisten Monatswerte durchschnittlich kälter waren – lediglich Januar, Mai, September und Dezember waren wärmer –, betrug die Jahresdurchschnittstemperatur 10,46 Grad Celsius. Das war ein halbes Grad unter dem langjährigen Durchschnitt. An 58 Frosttagen fiel die Temperatur unter null Grad. Mit minus 8,7 Grad wurde am 4. Dezember die kälteste Temperatur gemessen. Der einzige Eistag, an dem das Thermometer ganztägig unter null Grad blieb, war der 19. Januar 2016.

Aber es gab auch 43 Sommertage mit Temperaturen über 25 Grad und 15 Hitzetage, an denen die Quecksilbersäule die 30-Grad-Marke knackte – vier davon im September, so spät wie noch nie. Der höchste Wert 2016 wurde am 26. August mit 35,6 Grad gemessen. Vier sogenannte Tropennächte brachten auch nachts keine Abkühlung unter 20 Grad.

Rekorde gab es beim Niederschlag: Während es im Juni mit 173,6 Litern pro Quadratmeter das 2,3-fache der üblichen Regenmenge schüttete, hat es im September und Dezember seit Aufzeichnungsbeginn 1950 noch nie so wenig geregnet. Im September gab es an 25 Tagen keinen Niederschlag – auch ein Rekord.

Insgesamt fielen im vergangenen Jahr 762 Liter Regen je Quadratmeter. Das waren 82,5 Liter weniger als üblich, oder anders gesagt: Es „fehlte“ der Niederschlag eines Monats. An 174 Tagen fiel kein Regen und es gab fünf Trockenperioden von mehr als zehn Tagen. An nur einem Tag (7. März) schneite es. Red

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