Ohne die freiwilligen Helfer wären Veranstaltungen wie der Ratinger Rosenmontagszug gar nicht durchführbar.

In Zweierstreifen marschierten 120 Angehörige von Hilfsdiensten im Rosenmontagszug mit, um im Notfall zur Stelle zu sein.
In Zweierstreifen marschierten 120 Angehörige von Hilfsdiensten im Rosenmontagszug mit, um im Notfall zur Stelle zu sein.

In Zweierstreifen marschierten 120 Angehörige von Hilfsdiensten im Rosenmontagszug mit, um im Notfall zur Stelle zu sein.

In Zweierstreifen marschierten 120 Angehörige von Hilfsdiensten im Rosenmontagszug mit, um im Notfall zur Stelle zu sein.

Ratingen. Als Arthur Lehnhardt um 10.11 Uhr in Ratingen dem Rosenmontagszug pünktlich das Signal zum Aufbruch gibt, ist der finale Arbeitstag in der diesjährigen Session für die vielen Helfer im Zug und an der Strecke schon mehr als zwei Stunden alt. Alleine 150 Freiwillige aus fünf unterschiedlichen Hilfsorganisationen stehen bereit, damit sich die Ratinger Jecken um den Notfall keine Sorgen machen zu müssen. Und mehr als 200 Wagenbegleiter sorgen dafür, dass niemand unter die Räder kommt.

Statt Kamelle bringen die Helfer Sicherheit für die Narren

"Johanniter, Helau!" Die Helfer mit den roten Uniformen stehen nicht auf dem Zugplan und werfen keine Kamelle. Doch ebenso wie ihre orangefarben gekleideten Kollegen vom Roten Kreuz marschieren sie zwischen Bagagewagen, Fußgruppen, Motivwagen und Musikkapellen die zweieinhalb Kilometer lange Zugstrecke mit. 60 Doppelstreifen sind unterwegs. Vor einer Musikkapelle zu laufen, ist besonders schlimm: Da muss das Funkgerät extra laut gestellt werden.

"Es war wie erwartet und erhofft ruhig", zieht Guido Vieth nach 13.30 Uhr eine erleichterte Bilanz. Der Einsatzleiter der Johanniter Unfallhilfe, der gemeinsam mit einem Kollegen vom DRK die Einsatzkräfte ihrer beiden Dienste sowie der Malteser, des Technischen Hilfswerks und der DLRG koordiniert, muss nur von zwei Patienten berichten, die ins Krankenhaus gekommen sind - einer wegen einer Augenverletzung, ein anderer wegen Kreislaufproblemen.

Die Ruhe spürt auch das DRK-Team, das an zwei Rettungswagen steht. "Wir sind arbeitslos. In unserem Fall ist es ja auch einmal schön, arbeitslos zu sein", lacht der Rote-Kreuz-Helfer. Frierend tritt er von einem Bein aufs andere. Die Rettungswagen sind während der ersten Runde des Rosenmontagszugs über den Marktplatz strategisch günstig zwischen Bürgerhaus und Pfarrkirche St. Peter und Paul postiert. "Hier sind wir mittendrin im Geschehen", begründet der DRKler. Denn nichts wäre schlimmer, als wenn sich der Rettungswagen im Ernstfall seinen Weg durch närrischen Massen bahnen müsste.

Einige Ehrenamtler fahren auch karnevalistische Doppelschichten

"Der Zug ist personell der größte Einsatz, den wir in Ratingen haben", erklärt Einsatzleiter Vieth. "Alleine mit Ratinger Freiwilligen würden wir das nicht stemmen können." Hilfe kommt aus Erkrath, Wuppertal, Langenfeld und Mettmann. "Aus Düsseldorf können wir Karneval mit keiner Hilfe rechnen", stellte Vieth lachend fest. "Die fragen immer schon bei uns an."

Und für einige Ehrenamtler wird der Rosenmontag doch noch stressig, obwohl er in Ratingen so entspannt verläuft: "Es gibt einige Helfer, die sind jetzt schon zu ihrem zweiten Zug unterwegs, nach Hilden und Monheim", berichtet Vieth. "Besonders die Fahrzeuge sind das Problem. Da es gar nicht so viele gibt, machen da schon einige karnevalistische Doppelschichten." Das ist dann doch schon wieder irgendwie echt jeck!

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