Riesiger Andrang herrschte bei der Spendenaktion für die Rumänienhilfe. Die Spenden helfen den Menschen in der Stadt Satu Mare, vor allem den Kindern.

Riesiger Andrang herrschte bei der Spendenaktion für die Rumänienhilfe. Die Spenden helfen den Menschen in der Stadt Satu Mare, vor allem den Kindern.
Die beiden Lkw aus Rumänien wurden innerhalb kurzer Zeit bis unters Dach mit Hilfsgütern aus Neviges und Velbert gefüllt.

Die beiden Lkw aus Rumänien wurden innerhalb kurzer Zeit bis unters Dach mit Hilfsgütern aus Neviges und Velbert gefüllt.

Ulrich Bangert

Die beiden Lkw aus Rumänien wurden innerhalb kurzer Zeit bis unters Dach mit Hilfsgütern aus Neviges und Velbert gefüllt.

Neviges. „Das war ein Super-Erfolg, ich danke allen Spendern“. Monika Schlinghoff von der Zweigstelle Neviges der Rumänienhilfe Oldenburg-Rastede ist überwältigt von der Hilfsbereitschaft. „Toll, dass die Leute so geduldig waren und bis zu einer halben Stunde warteten.“ Der Andrang war so groß, dass sich die Fahrzeuge zeitweise auf der Donnenberger Straße bis zur Eisenbahnunterführung aufreihten, damit sie endlich bis zum Innenhof der ehemaligen Firma Kreutzenbeck vorfahren konnten, wo die Rumänienhilfe ihr Lager hat. „Nach einer Dreiviertelstunde war der erste Lastwagen voll, um 12.30 Uhr sind die beiden Sattelschlepper einer rumänischen Spedition gestartet.“ Voll geladen mit den unterschiedlichsten Hilfsgütern. „Da unten kann man alles gebrauchen“, weiß Monika Schlinghoff aus zwei Besuchen in Satu Mare in der Nähe der ukrainischen Grenze.

Bürger spendeten besondere viele haltbare Lebensmittel

Besonders freute sie sich, dass in diesem Jahr so viele haltbare Lebensmittel zusammengekommen waren. Mehl, Nudeln, Zucker, Reis und Öl wurden auf vier großen Paletten verstaut. „In Rumänien gibt es die großen Handelsketten wie hier, und es kostet alles so viel wie hier. Das können sich die Menschen dort nicht leisten, bestenfalls die B- und die C-Ware“, weiß Monika Schlinghoff. „Bei Textilien und Schuhen ist das genauso.“ Deshalb ist sie so dankbar, dass die Nevigeser und Velberter neben gebrauchter Kleidung und Bettwäsche auch sonstige Gegenstände vorbei brachten, wie Kinderspielzeug und Fahrräder. „Sogar eine Strickmaschine war dabei.“

Neben den zahlreichen Spendern dankte die Organisatorin den vielen Helfern, die am Samstag spontan für einen reibungslosen Ablauf sorgten und kräftig zupackten. So wie Guido Häger. Der Handwerksmeister hatte extra seinen Urlaub verschoben, um mit seinem Gabelstapler die Waren zu verladen. Zusammen mit Ludger Klascheuer hatte er zuvor die Lebensmittel auf die Paletten gestapelt und mit Folie umwickelt.

„Kinder packen ein Päckchen für Kinder“ hieß die Aktion der Kitas

Unterstützung gab es durch mehrere Nevigeser Kindertagesstätten, die an der Aktion „Kinder packen ein Päckchen für Kinder“ teilnahmen. Neben einem Heft, Bleistift, Buntstiften, Anspitzer, Zahnpasta und -bürste gab es eine Süßigkeit und ein Kuscheltier aus dem Besitz der kleinen Spender. „So sollen die Kinder lernen, wie teilen geht.“

Rechtzeitig zum Nikolaustag sind die Pakete vor Ort, denn in Rumänien werden die Kinder traditionell nicht an Weihnachten, sondern zum Nikolaustag beschert. Vertreter aus Oldenburg sind bei der Verteilung dabei.

Seit nunmehr 21 Jahren organisiert Monika Schlinghoff die Rumänienhilfe. „Ich suchte damals ein soziales Projekt, bei dem ich mich engagieren konnte“, beschreibt die Nevigeserin, warum sie sich damals der Rumänienhilfe Oldenburg-Rastede anschloss, die wiederum sehr eng mit der Caritas verbunden ist. Sie erinnert sich noch an die erste Aktion: „Da haben wir Päckchen mit einem Pkw nach Münster gebracht, die von dort durch zwei Nonnen nach Rumänien weitergeleitet wurden.“

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