Die Kinderrockband aus Neviges tritt am 23. Januar zum zweiten Mal beim Schülerrockfestival in Wuppertal auf.

Die Kinderrockband aus Neviges tritt am 23. Januar zum zweiten Mal beim Schülerrockfestival in Wuppertal auf.
Philipp (Saxofon), Janik (Schlagzeug), Max (Bass), Mariella, Lilli und Jana (jeweils Gesang), Hannah (Keyboard), Merit (Saxofon), Adriana (Gitarre) und Malin (Trompete) sind die Nevigeser Wild Kids.

Philipp (Saxofon), Janik (Schlagzeug), Max (Bass), Mariella, Lilli und Jana (jeweils Gesang), Hannah (Keyboard), Merit (Saxofon), Adriana (Gitarre) und Malin (Trompete) sind die Nevigeser Wild Kids.

Christiane Krüger

Philipp (Saxofon), Janik (Schlagzeug), Max (Bass), Mariella, Lilli und Jana (jeweils Gesang), Hannah (Keyboard), Merit (Saxofon), Adriana (Gitarre) und Malin (Trompete) sind die Nevigeser Wild Kids.

Neviges. Seit 30 Jahren begeistert das Schülerrockfestival. Es zieht inzwischen Jahr für Jahr mehr als 3000 Fans in die Wuppertaler Uni-Halle. Das Erfolgsrezept ist ganz einfach: „Gute Musik und ein Familienfest“, sagt der Vater des Festivals, Kalle Waldinger. Der Vorsitzende des gemeinnützigen Wuppertaler Rockprojekts gibt den bergischen Newcomern aus Rock, Pop und Rap am Samstag, 23. Januar, ab 16 Uhr an der Albert-Einstein-Straße 20 wieder eine Bühne. Dem großen Auftritt fiebern mit den Wild Kids auch Nevigeser entgegen.

„Das Lied mit den Schlümpfen geht gar nicht mehr. Vergiss es. Sorry, aber das singen wir nicht noch mal.“

Wild Kids

Teenager dürfen sich neun der zehn Mitglieder der „Wilden Kinder“ erst in einem beziehungsweise zwei Jahren nennen, aber die Elf- bis 13-Jährigen verfügen schon über reichlich Bühnenerfahrung. Kurz vor Weihnachten wurden sie bei „Christmas Rocks“ in der Aula der Heinrich-Kölver-Realschule gefeiert und auch beim Tönisheider Bürgerfest im Juni und 2013 sorgte die Kinderrockband für Stimmung. Bei der Schülerrockfestival-Premiere im Vorjahr nahmen die Nevigeser einen Sonderpreis mit nach Hause. Insgesamt können die Wild Kids schon auf mehr als 20 Konzerte zurückblicken.

„Das Lied mit den Schlümpfen geht gar nicht mehr. Vergiss es. Sorry, aber das singen wir nicht noch mal“, schallt es Bandleader Knut Kornatz (48) von der Musikschule „Music’s Cool“ an der Elsbeeker Straße entgegen, wenn er mit den Sängerinnen Mariella, Lilli und Jana, Keyboarderin Hannah Philipp (Saxofon), Max (Bass), Merit (Saxofon), Adriana (Gitarre), Malin (Trompete) und Schlagzeuger Janik probt. Prompt fliegt der Song aus der Setlist, obwohl das Lady Gaga-Cover zu „Pokerface“ eine gut funktionierende Nummer ist. Das gleiche Schicksal ereilt auch den Titel von den Affen, die durch den Wald rasen.

Die Wild Kids wollen in Wuppertal schließlich nur coole Songs präsentieren. Sie setzen auf ihre Versionen der angesagten Hits von Mark Foster und Mark Ronson und auf das, was bei ihren Eltern musikalisch gut ankommt: „Smoke on the Water“ von Deep Purple sowie eine deutsche Version von Liquidos „Narcotic“. Ebenso im Repertoire ist „We will rock you“ von Queen, das die Wild Kids nutzen, um jedes Bandmitglied dem Publikum vorzustellen. Auch ihre bunten T-Shirts mit einheitlichem Schriftzug werden die Wild Kids am 23. Januar im Schrank lassen. Die Klamottenfrage ist fürs Festival aber noch nicht abschließend beantwortet.

Im Jahr 2012 wurde die Idee, eine Rockband mit Achtjährigen zu gründen, oft belächelt. Doch der Profimusiker und Vater von Wild Kids-Gitarristin Adriana war stets offen dafür, verrückte Ideen zu unterstützen. Auch die Eltern zogen mit. Musik zu machen ist allemal besser, als spielend vor dem PC zu hocken.

Mit Plakaten, Flyern und Aufklebern werben die Wild Kids um möglichst große Unterstützung beim Gig in der Großstadt. 2015 hatten die Kinderrocker im Zusammenhang mit dem Schülerrockfestival einen Workshop zur Pressearbeit bei der Westdeutschen Zeitung gewonnen. Doch auch Kornatz weiß, wie man Rockfans mobilisiert. „Wir werden einen Song spielen, den jeder kennt, aber an den sich kaum einer herantraut, weil er höchstes Spielniveau und gehörig viel Disziplin erfordert. Einige von den Älteren werden da riesige Augen machen“, sagt der Bandleader.

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