Nach Angaben von Bürgern ist die sporadische Zustellung kein spezielles Problem in den Außenbezirken. Auch in der City hakt es.

Nach Angaben von Bürgern ist die sporadische Zustellung kein spezielles Problem in den Außenbezirken. Auch in der City hakt es.
Sie werden nicht selten vergeblich erwartet: die Zusteller der DHL. Symbol

Sie werden nicht selten vergeblich erwartet: die Zusteller der DHL. Symbol

Archiv/dpa/Jürgens

Sie werden nicht selten vergeblich erwartet: die Zusteller der DHL. Symbol

Wülfrath. Die Berichterstattung über die des Öfteren sporadische Zustellung der Post in den Außenbezirken schlägt weiter hohe Wellen in Internetforen – und lässt den Verdacht zu, dass dieses Problem nicht auf den Stadtrand begrenzt ist. Rainer Ernzer, Pressesprecher der Post, hatte auf WZ-Anfrage versichert, das Unternehmen habe „kein generelles Problem in Wülfrath“.

„Ich hatte von Solingen kommende Briefe mit Laufzeiten von elf Tagen.“

F.-Thomas Müller

So schreibt zum Beispiel F.-Thomas Müller, das sei auch in den Innenstadtbereichen wie Hans-Böckler-Straße und Tannenbergstraße so, nicht nur in den Außenbezirken. „Ich hatte von Solingen kommende Briefe mit Laufzeiten von elf Tagen“, so F.-Thomas Müller weiter. Sowohl die langen Laufzeiten als auch der Innenstadtbereich werden von mehreren Usern als Problembereiche bestätigt. „So etwas gab es früher nicht“, bedauert Stephan Tracogna. „Ein Trauerspiel meint er und merkt ironisch an: „Hauptsache alle Nase lang das Porto erhöhen“.

Dabei geht es in der Debatte nicht unbedingt darum, den Samstag als Zustelltag hochzuhalten. Peter Klückmann schreibt: „Meinetwegen kann sich die Postzustellung auch auf fünf Tage beschränken, aber sie muss dann auch erfolgen.“ Eine Userin berichtet, regelmäßig Post für die Nachbarn im Briefkasten zu finden. Zusteller klingelten auch bei ihr für die Nachbarn.

„Meinetwegen kann sich die Postzustellung auf fünf Tage beschränken, aber sie muss dann auch erfolgen.“

Peter Klückmann

Das bestätigt auch Peter Klückmann: „Wenn der Zusteller kommt und Päckchen oder Pakete dabei hat, macht er das bei uns auch.“

„Aber es ist ja einfacher, eine Karte in den Briefkasten zu werfen, und der blöde Empfänger muss seine Sachen am nächsten Tag in der Postfiliale abholen.“

Anonym (Name der Redaktion bekannt)

Ein Leser, der gerne anonym bleiben möchte (Name der Redaktion bekannt), wandte sich per E-Mail an die WZ: „Wir wohnen in Wülfrath-Düssel und haben uns in den letzten eineinhalb Jahren bestimmt 40 bis 50 Mal über Post/DHL geärgert.“ Weiter schreibt er: „Was die sich erlauben, geht wirklich auf keine Kuhhaut. Wir haben uns auch schon mehrfach telefonisch beschwert (die Rufnummer bekommt man in der örtlichen Poststelle, mehr können die dort angeblich auch nicht machen, zum Beispiel die Zusteller direkt ansprechen, keine Ahnung warum), man nimmt die Beschwerden zur Kenntnis und verspricht sie weiterzugeben (wer das glaubt), passieren tut nix.“

Gerade in der letzten Zeit habe der Mann sieben Mal Pakete in der Fußgängerzone abholen müssen, da er nicht zu Hause war, als der Zusteller gekommen ist. „Aber bitte, in unserem Haus sind 30 Parteien – und die sollen alle nicht zu Hause gewesen sein?“, fragt der Mann rhetorisch. Nachsatz: „Aber es sei ja einfacher, eine Karte in den Briefkasten zu werfen, und der blöde Empfänger muss seine Sachen am nächsten Tag in der Postfiliale abholen.“

Dies wiederum sei vor allem für ältere Menschen beschwerlich, weil weit und breit keine Parkmöglichkeiten vorhanden seien. Der Mann ist sich sicher, dass die Zusteller teilweise gar nicht erst klingeln: „Meine Frau und ich waren mehrfach zu Hause und fanden später die Abholkarte im Briefkasten.“

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