Grundschüler präsentieren ihre Projektwoche.

„Wenn viele kleine Menschen viele kleine Schritte tun, dann kann man das Gesicht der Welt verändern.“ Die Schüler der städtisch-evangelischen Grundschule haben angefangen mit den vielen kleinen Schritten. Rund 180 Kinder sind mit dem Projekt „Schützt die Schöpfung“ beschäftigt.

Vier Tage lang engagieren sich die 180 Schüler in der Umwelt- und Klimawoche. „Ein klassenübergreifendes Projekt“, erklärt Schulleiterin Anke Vollmer. Sie freut sich darüber, dass die Anzahl der Kooperationspartner noch nie so hoch war. Das reicht vom Naturschutzbund über die Bayer AG bis hin zur engen Abstimmung mit dem Klimakonzept der Stadt Velbert. Als einzige Schule in Deutschland arbeitet diese Grundschule mit dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI) zusammen.

Der Versuch, Interesse für den Ingenieurs-Beruf zu wecken

Der VDI wird vertreten durch Helmut Ruppert, der in der Gruppe „Energie aus der Sonne“ mit den Kindern einen Solarkocher gebaut hat. „Wir versuchen so, Interesse für den Ingenieurs-Beruf zu wecken“, sagt Ruppert. Draußen ist derweil eine ganze Gruppe Kinder damit beschäftigt, ein Loch auszuheben. „Da kommt ein Kirschbaum rein“, erklärt Viertklässler Bilal. „Das Loch muss 80 Zentimeter tief und 60 breit sein.“ Und sein Mitschüler Fynn, ebenfalls mit Feuereifer bei der Sache, ergänzt: „Das macht viel mehr Laune als der Unterricht“. Insgesamt waren zwölf Gruppen am Start.

„Natürlich hat das auch mit unserer christlichen Grundausrichtung zu tun“, erläutert Anke Vollmer. Darauf lege die Schule Wert. Und man merkt es auch: Jeder Morgen beginnt mit einer Andacht.

Heute werden von 16 bis 18 Uhr die Ergebnisse der Projektwoche präsentiert, wobei das Motto „Gemeinsam lernen mit Freude und Erfolg“ noch einmal betont werden soll. Kommen kann jeder, nicht nur Angehörige der Kinder. Die Besucher bekommen Einblick in alle Gruppen und können an einem kleinen Wettbewerb teilnehmen. Außerdem wird ein Musical aufgeführt. „Die Kinder haben alles selbst gedichtet und geschrieben“, sagt Anke Vollmer stolz.

Nächstes Jahr geht es um das Thema Trommeln

Wie kommen die jeweiligen Themen zustande? „Eltern und Lehrer suchen sie letztlich aus, die Kinder geben Anregungen“, so die Schulleiterin.

Die nächste Projektwoche stünde eigentlich erst in zwei Jahren an, wird aber außer der Reihe schon im nächsten Jahr durchgeführt. Das hat mit langen Anmeldefristen zu tun. Es wird um das Thema „Trommelwoche“ gehen.

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