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WZ-Redakteur Thomas Reuter

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kleinkommentar

WZ-Redakteur Thomas Reuter

Die Politik wird in der Gesamtschul-Frage kaum Zeit zum Luftholen haben. Darf sie auch nicht. Denn die Frist, die der Rat gewonnen hat, indem er die Entscheidungen vertagt hat, muss eigentlich sofort genutzt werden. Für Gespräche mit den Schulen. Für Analysen der Schullandschaft. Denn die bleibt in Bewegung. Daran ändern die Beschlüsse von dieser Woche nichts. Denn sie bedeuten zum Beispiel nicht, dass die Heinrich-Kölver-Realschule auf jeden Fall erhalten bleibt. Im Gegenteil: Hält eine Ratsmehrheit an einem Gesamtschulstandort Neviges fest, ist die HKS die erste Adresse für eine Dependance. So ehrlich sollten die Politiker sein: Eine millionenschwere Erweiterung der Hardenberg-Schule wird sich Velbert im Nothaushalt nicht leisten dürfen. Also muss bestehender Schulraum genutzt werden – und der ist in angemessener Nähe nur in der HKS.

Vielleicht kommt die Politik aber auch auf die Idee, einen ganz anderen Standort für zweifelsohne dringend benötigte Gesamtschulplätze ins Visier zu nehmen – beispielsweise den Schulneubau in Velbert-Mitte. Wer offen diskutiert, wird diese Option einbeziehen müssen. So oder so: Weitere Gesamtschulplätze wirken sich auf die bestehenden Schulen aus. Verlierer wird’s geben. Zu glauben, dass dauerhaft alle Schulen zu erhalten sind, ist Illusion.

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