Sport
Viel Bewegung und Grazie: Der Wettbewerb „Velberter Schlüssel“ wurde in diesem Jahr in der Nachbarschaft ausgetragen.

Viel Bewegung und Grazie: Der Wettbewerb „Velberter Schlüssel“ wurde in diesem Jahr in der Nachbarschaft ausgetragen.

Simone Bahrmann

Viel Bewegung und Grazie: Der Wettbewerb „Velberter Schlüssel“ wurde in diesem Jahr in der Nachbarschaft ausgetragen.

Neviges/Wülfrath. Aufwendige Kleider in vielfältiger Farbenpracht, Dutts mit eingeflochtenen Tüchern, Strumpfhosen mit eingearbeiteten Glitzersteinen, bewundernswerte Hochsteckfrisuren – und das auf dem Kunststoffboden einer Sporthalle. Zum neunten Mal richtete der Roll-Sport-Club Neviges (RSC) den „Velberter Schlüssel“ aus. Diesmal fand der Wettbewerb – für Minis, aber auch Kunstläufer – auf acht Rollen im benachbarten Wülfrath statt.

Zuerst mussten die ganz Kleinen ran und führten ihre Elemente vor. Erst dann folgten die Küren der Großen. Einzeln wurden die Kinder und Jugendlichen auf die Fläche gerufen. Der jeweilige Läufer stellte sich auf. Und als sein Lied erklang, setzte er sich in Bewegung. Drei Augenpaare beäugten ihn kritisch und vergaben Punkte für die Pirouetten, Schrittfolgen und Sprünge. Auch das Publikum ließ den Läufer nicht aus den Augen, gespannt verfolgte es jeden der Schritte.

Alle Läufer haben ihre eigene Choreographie. Ein paar Vorgaben gibt es. Je nach Liga müssen bestimmte Elemente enthalten sein. Den Rest gestaltet der Läufer selbst – zusammen mit seinem Trainer.

Das wunderbare Gefühl, wenn Familie und Freunde warten

Als die neunjährige Julia Sophie Schmitt die Fläche verließ, schaute sie erleichtert und strahlte zugleich über das ganze Gesicht. „Du bist toll gelaufen”, lobte ihre Freundin Fiona Schaefer (9) und nahm sie in den Arm. „Wenn mein Name aufgerufen wird, bin ich schon etwas ängstlich”, sagte Julia. „Aber danach habe ich so ein wunderbares Gefühl, vor allem, wenn die ganze Familie und meine Freunde auf mich warten.” Auch für Fiona keine unbekannte Situation: „Als ich rausgefahren bin, habe ich total gezittert.”

Mutter Karin Sosnierz saß auf der Tribüne und beobachtete die Läufe ihrer Tochter und ihrer Konkurrenten: „Die laufen alle super. Bei meiner Tochter war ich sehr gespannt, sie ist heute zum ersten Mal eine richtige Kür gelaufen. Hat aber alles gut geklappt, da bin ich als Mutter natürlich ziemlich stolz.”

Den Wanderpokal hat der RV Velbert mit nur einem Punkt Vorsprung auf den RDD Wuppertal gewonnen. Der Gastgeber RSC Neviges belegte den fünften Platz.

 

Sieben Vereine hatten ihre Mannschaft gemeldet.

Auch Trainer Stefan Pilger fieberte bei jedem seiner Schützlinge mit: „Früher war ich immer aufgeregter als die Eltern selbst. Es ist so schön, die Kinder zu trainieren und dann das Ergebnis zu sehen. Ich bin jetzt schon seit 20 Jahren dabei, aufgeregt bin ich dennoch jedes Mal.”

Vereinsvorsitzende Diana Ruhland war zufrieden mit der Veranstaltung: „Alle packen an, die Eltern und Kinder helfen super mit. Zusammen konnten wir das ganze Event mit vielen Angeboten, wie zum Beispiel der Tombola, auf die Beine stellen. Dazu kann das Wetter kaum besser sein.”

Nach acht Stunden gibt es die Siegerehrung

Gegen 18 Uhr – acht Stunden nach dem Start – fand dann die langersehnte Siegerehrung statt. Dabei setzten sich alle Kinder und Jugendlichen in Gruppen nach ihren Vereinen. Jeder Läufer wurde einzeln aufgerufen und bekam dann Punktzahl sowie seine Platzierung genannt. Die ersten drei auf dem Treppchen erhielten einen Pokal, alle anderen Medaillen.

Alle waren bis zum Schluss da. Und sie freuten sich bereits auf die nächsten Wettkämpfe, bei denen man sich wiedersehen kann. Das gefällt Läuferin Nicole Schulze (19) besonders: „Ich finde es immer interessant zu sehen, was die anderen Läufer sich ausgedacht haben. Oft sind in den Küren der Läufer auch bestimmte Vereinsmuster zu erkennen. Zudem ist es faszinierend, wie sich die Läufer von Wettkampf zu Wettkampf verbessern und ihre Küren weiterentwickeln.”

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