Eine Reihe von Mitgliedern der Schlüsselregion war jetzt zu Besuch in der Fabrik des Unternehmens CES. Deren Tradition währt 177 Jahre.

Eine Reihe von Mitgliedern der Schlüsselregion war jetzt zu Besuch in der Fabrik des Unternehmens CES. Deren Tradition währt 177 Jahre.
Bei einem Rundgang durch das Unternehmen konnten sich die Mitglieder der Schlüsselregion die verschiedenen Planungs- und Produktionsbereiche anschauen.

Bei einem Rundgang durch das Unternehmen konnten sich die Mitglieder der Schlüsselregion die verschiedenen Planungs- und Produktionsbereiche anschauen.

Schlüsselregion/Blazy

Bei einem Rundgang durch das Unternehmen konnten sich die Mitglieder der Schlüsselregion die verschiedenen Planungs- und Produktionsbereiche anschauen.

Velbert. Auf den Tag genau elf Jahre nach der Gründung der Schlüsselregion trafen sich die Mitglieder des Vereins zum Wirtschaftsfrühstück bei der C.Ed. Schulte GmbH Zylinderschlossfabrik (CES). Rund 90 Besucher folgten gespannt den Ausführungen von Richard Rackl, Geschäftsführer von CES und zugleich stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Schlüsselregion. Er stellte die verschiedenen Unternehmensbereiche von CES vor und führte durch die 177-jährige Geschichte.

Gesellschaften stammen aus der fünften bis siebten Generation

„Auch wem der Name CES nichts sagt, der kennt doch viele Gebäude, in denen unsere Schließanlagen verbaut sind“, erzählte Rackl, und verwies auf die Dresdner Frauenkirche, die Hamburger Elbphilharmonie, die Oxford University und den Burj Khalifa, das höchste Bauwerk der Welt. Trotzdem ist das Unternehmen auf dem Boden geblieben: „Wir sind immer noch ein Familienunternehmen mit Gesellschaftern in der fünften bis siebten Generation“, so Rackl stolz. Von der Produktion der ersten Schließanlage in Deutschland 1909 über den ersten elektronisch gesteuerten Zylinder 1988 bis zur Verschmelzung der deutschen Kapitalgesellschaften in diesem Jahr zeigte Rackl, welche Wege das Unternehmen bisher bestritten hat und wo es seine Betriebsabläufe stetig optimiert.

Die Teilnehmer informierten sich auch über die Zukunft des Schlosses: Viele Haushalte setzen bereits heute auf sogenannte Mobile-Access-Lösungen, öffnen also ihre Türschlösser per Smartphone. Gleichzeitig müssen diese Funktionen aber auch sicher sein. Mit dieser Problematik hat sich Arne Schwerdtfeger intensiv beschäftigt: „Von der Kaffeemaschine bis zum Haustürschloss wird heute auch in Privathaushalten schon viel über das heimische W-LAN vernetzt. Das ist komfortabel, allerdings können diese Mobile-Access-Lösungen unter bestimmten Voraussetzungen von Fremden angegriffen werden“, erklärte er.

Arne Schwerdtfeger ist Leiter der Abteilung Industrial Engineering bei CES und schreibt gerade seine Doktorarbeit am Institut für Sicherungssysteme der Bergischen Universität Wuppertal – zwei Bereiche, die Hand in Hand gehen. In seiner Doktorarbeit hat er ein Rahmenwerk geschaffen, das bereits bestehende Normierungen für mechatronische Schließzylinder um IT-Sicherheitsaspekte ergänzt – „so dass man gewährleisten kann, dass das Smart Home auch sicher ist.“

Die Besucher schauten sich auch die Produktionshallen an

Wie die individuellen CES-Schließanlagen ganz konkret hergestellt werden, wurde den Unternehmen der Schlüsselregion bei der Betriebsführung durch die Produktionshallen gezeigt. Dabei konnten sich die Besucher jeden Arbeitsschritt genau ansehen. „Unsere Aufgabe ist es, in kurzer Zeit sehr viele Unikate zu produzieren, ohne dass wir einen nennenswerten Lagerbestand haben“, erklärte Richard Rackl. Die regen Nachfragen zeigten, wie spannend der Einblick hinter die Kulissen von CES für die Besucher des Schlüsselregion-Wirtschaftsfrühstücks war.

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