Das Bürgerhaus, das 2015 wieder eröffnet wird, könnte eine Spielstätte sein. Schon ab Herbst soll eine neue Konzertreihe etabliert werden.

Kultur
Die Klavierreihe beginnt am 9. Oktober.

Die Klavierreihe beginnt am 9. Oktober.

nn

Die Klavierreihe beginnt am 9. Oktober.

Velbert. In der nächsten Spielzeit des städtischen Kulturprogramms wird es eine neue Konzertreihe geben, die Pianisten nach Velbert einlädt. Mit den Klavierabenden verfolgen die Organisatoren neben einem Ausbau des Kulturangebots eine weitreichende Absicht: Zur Wiedereröffnung des Langenberger Bürgerhauses 2015 soll Velbert Teil des Klavierfestivals Ruhr werden.

Musikschulleiter Eerenstein hat Kontakt zur Festivalleitung geknüpft

„Unser Ziel ist, Velbert in die weltweit größte Klavierreihe hineinzuziehen“, sagt der Leiter der Musikschule, Frank Eerenstein, der die Konzerte plant. Seit einigen Monaten steht er in Kontakt mit Festivalleiter Franz Xaver Ohnesorg. „Architektonisch hat ihn das Bürgerhaus als potenzieller Spielort beeindruckt“, sagt Eerenstein. Das Klavierfestival Ruhr findet jedes Jahr im Sommer statt und verteilt sich innerhalb von drei Monaten über diverse Spielstätten im Ruhrgebiet.

In den beiden Spielzeiten zuvor sollen sich die Klavierabende auf lokaler Ebene etablieren: Die Reihe besteht aus sechs Konzerten, die zum Teil im Forum Niederberg stattfinden werden, allerdings – wie schon die beiden Klavierabende in dieser Saison – nicht im Theater-, sondern im Großen Saal: „Ich schätze diesen Saal sehr“, sagt Eerenstein, „weil er eine größere Sachlichkeit hat, auch durch das Tageslicht. Die Architektur des Theatersaals, etwa mit den Bullaugen, lenkt bei einer solchen Konzertform ab.“

Die Klavierreihe soll auch an ungewöhnlichen Orten stattfinden

Wichtigster Vorteil sei die bessere Akustik: „Die quadratische Form des Saals erzeugt höhere Resonanzen“, erklärt der studierte Pianist. Möglicherweise werden die Auftrittsorte jedoch erweitert: Die Klavierreihe soll auch ungewöhnliche Spielstätten integrieren, etwa durch eine Kooperation mit Autohäusern: „Wir wollen damit niemanden brüskieren, sondern der Reihe eine Beweglichkeit geben und neues Publikum gewinnen.“

Zu den Protagonisten gehören unter anderem der polnische Pianist Vladyslav Sendecki, Mitglied der NDR Big Band, der in seinem Improvisationskonzert Klassik und Jazz verbindet, sowie ein „Eigengewächs der Stadt“, die Velberterin Christine Neumann, die bereits beim Neujahrskonzert 2012 begeisterte. Die 20-Jährige studiert an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln.

Die Reihe beginnt am 9. Oktober; die Preise für ein Abonnement liegen zwischen 62 und 92 Euro. Karten gibt’s dann im Internet.

www.velbert.de

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer