Rundgang durch das neue Bürogebäude der Technischen Betriebe Velbert: Der Innenausbau läuft auf Hochtouren, im März sollen die Mitarbeiter umziehen.

Die Arbeiten an der Fassade sind so gut wie abgeschlossen. Der Innenhof soll noch begrünt werden.
Die Arbeiten an der Fassade sind so gut wie abgeschlossen. Der Innenhof soll noch begrünt werden.

Die Arbeiten an der Fassade sind so gut wie abgeschlossen. Der Innenhof soll noch begrünt werden.

Lichtdurchflutet präsentiert sich das neue Bürogebäude der Technischen Betriebe. Fotos (2): Simone Bahrmann

Bahrmann, Simone (simb), Bild 1 von 2

Die Arbeiten an der Fassade sind so gut wie abgeschlossen. Der Innenhof soll noch begrünt werden.

Velbert. Anfang März wollen die Technischen Betriebe (TBV) in das neue Bürogebäude gleich neben ihrem bisherigen Standort am Lindenkamp umziehen. Nach dem Baubeginn im September 2010 und dem Richtfest im Mai läuft derzeit der Innenausbau auf Hochtouren: „Die Arbeiten liegen voll im Plan“, sagt TBV-Vorstand Ralph Güther – was sowohl den zeitlichen Ablauf als auch die Kosten betrifft. Für die WZ unternahm Güther mit dem stellvertretenden Projektleiter Benjamin Hinze einen Rundgang durch den funktionalen Neubau.

Glasfassade erstreckt sich bis zum Dach des dreigeschossigen Gebäudes

Groß und hell präsentiert sich das Foyer des in dunklem Klinker gehaltenen dreigeschossigen Atriumbaus, in dem Besucher künftig im Service-Center empfangen werden. Bis zum Dach erstreckt sich die Glasfassade zum Innenhof, gibt den Blick frei auf die dort tätigen Pflasterer, die gerade die Wege anlegen. Sträucher und zwei Bäume sollen das Areal begrünen, erklärt Hinze.

Weiter geht es Richtung Küche und Kantine: „Der Betrieb wird noch ausgeschrieben“, so Güther, man wolle mittags warme Mahlzeiten anbieten. Der Boden ist fast überall fertig, dunkler Schiefer auf den Gängen im Erdgeschoss, während in den oberen beiden Etagen und in sämtlichen Büros Parkett liegt. Der Boden in den Räumen des Vorstands im ersten Obergeschoss ist gerade frisch versiegelt – betreten verboten. Aber ein Blick hinein zeigt helle, lichtdurchflutete Räume, die praktisch nur noch auf die Einrichtung warten.

Ohnehin erlaubt die Atriumbauweise eine optimale Beleuchtung in den Büros zu beiden Seiten der umlaufenden Gänge, betont Hinze. Die Ausstattung erfolgt nur in den beiden unteren Etagen mit komplett neuen Möbeln: „Die Büros im zweiten Obergeschoss übernehmen die noch gut erhaltenen Möbel neueren Datums aus dem Altbau“, sagt Güther.

Den Vorstandsbüros schließt sich zur Linken eine kleine Dachterrasse an, während sich zur Rechten der große, teilbare Sitzungssaal erstreckt, mit kleiner Galerie zur Etage darüber und einer Glasfront, die einen fantastischen Blick nach Süden gen Rützkausen freigibt. Zusätzlich verfügt das Haus über mehrere, verteilt liegende kleine Besprechungsräume.

Für die Erdwärme-Heizung wurde 150 Meter tief gebohrt

Über zehn Jahre währte die Diskussion um den künftigen Standort der Technischen Betriebe Velbert (TBV). Nachdem zuletzt eine Zusammenlegung mit den Stadtwerken an der Kettwiger Straße im Raum stand, fiel schließlich doch die Entscheidung zum Verbleib am Standort Lindenkamp.

 

Insgesamt sind 22 Millionen Euro für die Sanierung des TBV-Standorts am Lindenkamp kalkuliert. Der größte Posten ist mit zwölf Millionen Euro inklusive Baunebenkosten das neue Verwaltungsgebäude mit 6500 Quadratmetern Bruttogrundfläche. Die restliche Summe verteilt sich unter anderem auf Umbau und Ertüchtigung der Fahrzeughalle, Abriss von Salzhalle und altem Kantinenbau, Neubau von Salzsilos, Carports und Remisen.

 

Aktuell zählen die TBV 280 Mitarbeiter.

 

Zum Abschluss des Rundgangs geht es ins Untergeschoss, das einen Teil des Gebäudes unterkellert. Hier finden sich Umkleide- und Sanitärräume für das technische Personal, das Archiv und jede Menge Technik, denn geheizt wird mit Erdwärme: „Dazu wurden 20 Löcher 150 Meter tief getrieben“, berichtet Güther. Solarthermie sorgt außerdem für warmes Wasser. Lediglich zur Deckung von Spitzen werde per Fernwärmeleitung auf die Gasheizung der benachbarten Halle zurückgegriffen. Bei der Ausstattung hat man natürlich auch auf Technologien aus Velbert gesetzt – zum Beispiel stammt die mit Transpondern statt Schlüsseln arbeitende Schließanlage von einem einheimischen Unternehmen.

Etwa 125 Mitarbeiter von TBV und Stadt werden in dem neuen Gebäude arbeiten. Da die Bauverwaltung mit Dezernent Andres Wendenburg ins Rathaus umzieht, wird im Gegenzug eine Abteilung der Stadtverwaltung, die keinen Publikumsverkehr hat, zum Lindenkamp kommen. Auch die Telefonzentrale der Stadtverwaltung werde dort voraussichtlich ab April eine neue Heimat finden, berichtet Güther.

Mit dem Umzug sind auch die Tage des eigentlich als kurzfristiges Provisorium geplanten Containerdorfs gezählt – was aus dem alten – aus den 1960er-Jahren stammenden – Baudezernat wird, ist dagegen noch offen.

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