Nach dem Feuer ist das Fachwerkhaus unbewohnbar.

Einsatz
Um an das Feuer im Holzgebälk zu gelangen, musste die Feuerwehr das Dach teilweise abdecken.

Um an das Feuer im Holzgebälk zu gelangen, musste die Feuerwehr das Dach teilweise abdecken.

Simone Bahrmann

Um an das Feuer im Holzgebälk zu gelangen, musste die Feuerwehr das Dach teilweise abdecken.

Velbert. Glück im Unglück hatten die Bewohner eines Fachwerkhauses an der ländlich gelegenen Straße Zum Waschenberg: Sie wurden am frühen Dienstagmorgen durch knackende Geräusche geweckt, die scheinbar vom Kamin herrührten. Die Feuerstelle im Erdgeschoss zeigte jedoch nur wenig glimmende Rest-Asche. Als die Familie wenig später lautere Geräusche vom Dachstuhl hörte, schaute sie von draußen nach und sah Flammen aus dem Dach schlagen. Nachdem die Bewohner die Feuerwehr alarmiert hatten, flüchteten sie mit Hund und drei Katzen ins Freie.

Erst nach drei Stunden hatte die Polizei die Situation unter Kontrolle

Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig. Das Feuer hatte sich im Umfeld des Kamins vom Erdgeschoss bis zum Dachstuhl in Böden, Zwischendecken und Wänden ausgebreitet und war so praktisch kaum erreichbar. Den Einsatzkräften blieb nichts weiter übrig, als mit Motorsägen Stück für Stück in Decken und Wände vorzudringen. Auch das Dach wurde zum großen Teil abgedeckt, um an das Feuer zu gelangen. Zeitweilig setzte die Feuerwehr bis zu fünf C-Rohre gleichzeitig ein – drei davon innen.

Erst nach Stunden war der Brand unter Kontrolle. Die letzten Wehrleute wurden am Dienstagmittag abgezogen, der Einsatz hatte fast zwölf Stunden gedauert.

Die ersten Untersuchungen der Brandexperten der Kripo legen den Verdacht nahe, dass das Feuer durch einen technischen Defekt in der Hauselektrik verursacht worden sein könnte, der erst nach längerem Schmorbrand durchzündete, als er seinen Weg in den Dachstuhl fand.

Der Schaden durch Löschwasser, aufgesägte Decken und Wände beträgt nach ersten Schätzungen der Polizei mindestens 100 000 Euro. Das alte Fachwerkhaus ist zurzeit nicht mehr bewohnbar. Die vierköpfige Familie ist vorläufig bei Freunden und Nachbarn untergekommen.

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