In diesem Jahr fanden sich weniger Kinder, die derzeit wieder von Tür zu Tür ziehen.

Bürgermeisterin Claudia Panke empfing gestern die Sternsinger im Wülfrather Rathaus.
Bürgermeisterin Claudia Panke empfing gestern die Sternsinger im Wülfrather Rathaus.

Bürgermeisterin Claudia Panke empfing gestern die Sternsinger im Wülfrather Rathaus.

Simone Bahrmann

Bürgermeisterin Claudia Panke empfing gestern die Sternsinger im Wülfrather Rathaus.

Wülfrath. Die Sternsinger segneten gestern im Rathaus das Traumzimmer. Traumzimmer? „Trauzimmer heißt das“, korrigierte Bürgermeisterin Claudia Panke eines der Kinder. „Obwohl hier auch mal Träume wahr werden.“ Die Kinder mit Krönchen und Sternstab brachten gestern auch den Segen für die Kämmerei und den Ratssaal. „Das ist wichtig, damit gute Entscheidungen für Wülfrath getroffen werden“, sagte Panke. Das größte Kind durfte auf eine Leiter steigen und den Aufkleber mit der Aufschrift „20*C+M+B+17“ über dem Ratssaal anbringen. Als zusätzliches Geschenk gab es dann noch eine kurze Gesangskostprobe von den Liedern „Stern über Bethlehem“ und „Gloria“.

80 bis 100 Mädchen und Jungen ziehen durch das Stadtgebiet

Nachdem im vergangenen Jahr noch rund 150 Jungen und Mädchen ausschwärmten, um der Stadt den Segen zu bringen, fanden sich in diesem Jahr laut Ulrike Platzhoff. Gemeindereferentin von St. Maximin, nur rund 80 bis 100 Freiwillige. „Ich habe den Eindruck, die Kinder scheuen sich manchmal davor, so viel zu laufen“, sagt Platzhoff. Der evangelische Pfarrer Ingolf Kriegsmann glaubt nicht, dass das Interesse bei den Kleinen zurückgegangen ist. „Wenn ich denen das Sternsingen in der Schule vorstelle, sind die immer Feuer und Flamme“, sagt er. Seiner Vermutung nach, ist die Bereitschaft bei den „Großen“ eher zurückgegangen: „Man braucht ja die Eltern, die mitgehen.“ Seit 20 Jahren ist das Sternsingen in Wülfrath eine ökumenische Aktion, die beide Gemeinden näher gebracht hat.

Wie jedes Jahr schwärmen die Kinder von der Stadtkirche in die 40 unterteilten Gebiete Wülfraths aus. Auch Düssel und Rohdenhaus sind abgedeckt – der größte weiße Fleck ist weiterhin die Ellenbeek, wo gar keine Sternsinger um die Häuser ziehen. Zwischen drei und fünf Kindern sind die Gruppen in der Regel stark, etwa 15 Gruppen machen sich in der Regel auf den Weg. Bei der Aktion kommt einiges an Spenden zusammen: zuletzt rund 20 000 Euro.

Wenn der Segen mal nicht an die Haustür kommt, gibt es noch die Option, sich diesen heute zwischen 10 und 12 Uhr auf dem Wochenmarkt zu holen. Dort wird auch gesungen. Weitere Möglichkeit besteht noch morgen, wenn die Kinder ab 10 Uhr in der Evangelischen Stadtkirche zum Dankesgottesdienst zusammenkommen.

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