Mittelalterlich ging es am Wochenende am Schloss Hardenberg zu. Am Dom lockte der Weihnachtsmarkt.

Mittelalterlich ging es am Wochenende am Schloss Hardenberg zu. Am Dom lockte der Weihnachtsmarkt.
Wem auf dem Mittelaltermarkt vm Schloss Hardenberg zu kalt wurde, der konnte sich mit einem heißen Getränk aufwärmen – stilecht mit Met.

Wem auf dem Mittelaltermarkt vm Schloss Hardenberg zu kalt wurde, der konnte sich mit einem heißen Getränk aufwärmen – stilecht mit Met.

Simone Bahrmann

Wem auf dem Mittelaltermarkt vm Schloss Hardenberg zu kalt wurde, der konnte sich mit einem heißen Getränk aufwärmen – stilecht mit Met.

Neviges. „Eulen finde ich toll, ich sammele sie in jeder Form“, sagt Cornelia Buren. Jetzt hat die Oberhausenerin ‘Charly´auf der Hand, einen ausgewachsenen Uhu, die größte Eulenart. „Der ist leichter, als er aussieht, das kommt durch die vielen Federn und den Hohlknochen, die es ihm ermöglichen, fast lautlos zu fliegen“, klärt Sonja Senica auf. Auf dem mittelalterlichen Weihnachtsmarkt an der Vorburg des Hardenberger Schlosses ist die Falknerin aus dem Sauerland eine besondere Attraktion.

Auf den Spuren von Johannes Gutenberg

Einen Weihnachtsmann suchen die Besucher des Mittelaltermarkts vergeblich. „Den gab es im damals nicht, der rote Weihnachtsmann ist eine amerikanische Erfindung“, weiß Lutz Lembach von Marktgilde zu Hardenberg, die diesen Markt veranstaltet. Statt des Mannes mit der roten Zipfelmütze dreht das „musizierende Tier“ seine Runde zwischen den Ständen. Mehr schlecht als recht zupft der Musiker in Eselsmaske auf seiner Laute herum und brüllt allzu neugierigen Besuchern ein lautes „Iaaah“ entgegen. Mit dem Einbruch der Dämmerung zünden einige Händler an ihren Ständen Kerzen oder Talglampen an. Andere begehen einen Stilbruch und knipsen elektrische Licht an. „Das wird zum einen aus Sicherheitsgründen gemacht, zum anderen wollen die Kunden in der Dunkelheit die Waren genau betrachten“, so die Erfahrung von Lutz Lembach. Wer seine Liebsten zu Weihnachten mittelalterlich gewandet sehen möchte, hat die komplette Auswahl von Kleidern, Schuhen, Kopfbedeckungen bis zu Rüstungen und Waffen. An dem Nachbau einer Buchpresse von 1450 dürfen sich die Besucher als ein Geselle von Johannes Gutenberg ausprobieren. „Ich zeige hier den Weg von der Handschrift zum Buchdruck auf“, lädt Hans-Josef Altmann ein.

Szenenwechsel: Wenige hundert Meter vor der Betonkulisse des Doms lädt gleichzeitig der Pfarrcäcilienchor zum seinem Weihnachtsmarkt. „Nach dem Kirchgang kommen viele Gottesdienstbesucher zu uns und kaufen gerne Dekorationen für die Adventszeit“, so die Erfahrung von Angelika Hopp, die einer der Holzhütten Dienst versieht. Neben den immer wieder gern genommenen Arbeiten hat das Bastelteam des Chores vor allem Engel und Nikolausfiguren aus Baumstämmen angefertigt. An den Verzehrständen ist Reibekuchen der Renner, die Rosmarinkartoffeln sind ebenfalls begehrt. „Wie der Erlös aus den Einnahmen verteilt wird, entscheidet der Chor“, sagt Vorsitzende Mechthild Wessling. „Neben einem karitativen Zweck wird unser Patenkind in Brasilien bedacht. Der Rest ist für den Chor, damit wir zu unseren Konzerten ein Orchester oder einen Solisten verpflichten können.“

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