Aus Gala wird Brunch: Nur im Beisein geladener Gäste werden die Gewinner am kommenden Sonntag in der Vorburg geehrt.

Sportler, die Spitzenleistungen erbracht haben, dürfen in der Vorburg mitfiebern. Archiv
Sportler, die Spitzenleistungen erbracht haben, dürfen in der Vorburg mitfiebern. Archiv

Sportler, die Spitzenleistungen erbracht haben, dürfen in der Vorburg mitfiebern. Archiv

Bahrmann

Sportler, die Spitzenleistungen erbracht haben, dürfen in der Vorburg mitfiebern. Archiv

Neviges. Bis zu 500 Gäste hätten in Langenberg die Sportler des Jahres 2016 zelebrieren können. Am Sonntag werden die Ehrungen vor gerade einmal 60 bis 70 geladenen Gästen in der Nevigeser Vorburg vorgenommen. „Es wird ein Empfang mit kleinem Imbiss“, sagt Stadtsportbund-Vorsitzender Peter Blau. „Wenigstens diese Ehre wollen wir den Sportlern zuteil kommen lassen.“

Die ursprünglich geplante Gala am 5. November im Bürgerhaus Langenberg floppte im Vorverkauf (die WZ berichtete). Als sich nicht einmal eine Auslastung von einem Drittel andeutete, zogen Veranstalter Stadtsportbund und Sponsor Stadtwerke die Reißleine.

Das geringe Interesse ist dem Stadtsportbund weiter ein Rätsel

Die Enttäuschung über die ausgefallene Veranstaltung sitzt bei den Organisatoren noch tief. Vielen potenziellen Gästen soll der Preis der Veranstaltung – 40 Euro mit Sektempfang, Abendprogramm und Drei-Gänge-Menü – zu teuer gewesen sein. Für Peter Blau ein Rätsel: „Eigentlich wollte man ein hochwertiges Essen haben. Ich weiß nicht, warum das nicht angenommen wurde.“

NTV-Vorsitzender Thomas Stockter sah damals im Gespräch mit der WZ auch den Veranstaltungsort als problematisch an: „Ich kann jetzt nur für die Nevigeser sprechen, aber die gehen doch selten nach Langenberg.“ Doch hier sieht Blau, auch mit etwas Abstand, keinen Fehler in der Planung: „Wir hatten einen kostenlosen Shuttle-Betrieb von Neviges und Velbert-Mitte nach Langenberg angeboten. Auch der ist nicht angenommen worden.“

Was am Ende zu dem extrem dürftigen Interesse geführt hat, das will der Stadtsportbund noch genauer analysieren – und dann die Konsequenzen ziehen. „Die Aussagen der Befragten waren sehr unterschiedlich“, so der Stadtsportbund-Vorsitzende. Klar ist: Bereits bei der Nacht des Sports 2015 blieben im Forum Niederberg viele Plätze leer.

Wird die Wahl zum Sportler des Jahres ab sofort gar nicht mehr groß gefeiert? Blau: „Das würde ich zum jetzigen Zeitpunkt so nicht behaupten.“ Auch die Stadtwerke wollten gestern noch keinen Blick in die Zukunft wagen. Je nachdem, was für eine Veranstaltung im kommenden Jahr geplant sei, müsse man erneut über ein Sponsoring entscheiden, hieß es auf Nachfrage der WZ. Ein finanzieller Schaden sei dem Stadtsportbund durch die kurzfristige Gala-Absage nicht entstanden, erklärte Blau gestern. Entstandene Kosten federten die Stadtwerke als Sponsor ab. Bei dem Brunch am Sonntag sind sie in dieser Rolle nicht mehr mit im Boot. Die Veranstaltung beginnt um 11 Uhr.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer