Im Sommer 2014 soll die neue Sekundarschule den Betrieb aufnehmen. Über die pädagogischen Grundlagen wird zurzeit beraten.

In der Hardenbergschule wäre genügend Platz, um die Sekundarschule aufzubauen und parallel die Hauptschule auslaufen zu lassen. Noch ist aber keine Entscheidung über den Standort gefallen.  Archiv
In der Hardenbergschule wäre genügend Platz, um die Sekundarschule aufzubauen und parallel die Hauptschule auslaufen zu lassen. Noch ist aber keine Entscheidung über den Standort gefallen. Archiv

In der Hardenbergschule wäre genügend Platz, um die Sekundarschule aufzubauen und parallel die Hauptschule auslaufen zu lassen. Noch ist aber keine Entscheidung über den Standort gefallen. Archiv

Simone Bahrmann

In der Hardenbergschule wäre genügend Platz, um die Sekundarschule aufzubauen und parallel die Hauptschule auslaufen zu lassen. Noch ist aber keine Entscheidung über den Standort gefallen. Archiv

Velbert. Bei den Nachbarn in Wülfrath und Mettmann steht die Anmeldung schon bevor. In Velbert gibt es bislang nur einen vorgesehenen Starttermin: Im Sommer 2014 soll die Sekundarschule – vermutlich in Neviges – den Betrieb aufnehmen. „Bis dahin steht noch viel Konzeptarbeit an“, sagt Ulrich Stahl, Fachbereichsleiter für Bildung, Kultur und Sport.

Gestern traf sich zum zweiten Mal die Arbeitsgruppe Sekundarschule. Neben Vertretern von Real- und Hauptschule, Gymnasium Langenberg und der Verwaltung hatte sich auch ein Experte der Bezirksregierung angesagt.

 „Wie wird das System ausgerichtet sein? Integrativ oder teil-integrativ?“, schildert Ulrich Stahl eine zentrale Frage des Tages. Oder: Wie lang und wie intensiv werden die Schüler in einer Velberter Sekundarschule gemeinsam unterrichtet? „Das ist für das pädagogische Konzept natürlich ganz entscheidend“, sagt Ulrich Stahl.

Elterninformation und -befragung sind nach den Osterferien vorgesehen

In bis zu vier Sitzungen soll unter Moderation der Schulentwicklungsexperten des Büros Dr. Garbe & Lexis aus Leichlingen das Grundkonzept geschrieben werden, das später dann das Gründungskollegium in Kooperation mit den Eltern mit Leben füllen soll.

„Wir brauchen das pädagogische Konzept vor allem auch, um die Eltern informieren zu können. So ein Konzept braucht aber seine Zeit“, so Stahl. Nach den Osterferien soll die Befragung der Eltern der jetzigen Dritt- und Viertklässler durchgeführt werden.

Noch keine Standortentscheidung, aber Start in Neviges wahrscheinlich

Nach den Osterferien soll die Elternbefragung durchgeführt werden.

Den Errichtungsbeschluss soll der Rat nach den Sommerferien fassen – damit wäre vermutlich auch der Auflösungsbeschluss für die Hauptschule Neviges und die Realschule Tönisheide verbunden.

Alle Antragsunterlagen muss die Stadt vor den Herbstferien bei der Bezirksregierung einreichen.

Pro Jahrgang müssen 75 Eltern erklären, ihr Kind an einer Sekundarschule anmelden zu wollen. „Wir wollen aber nicht nur einen Fragebogen vorlegen“, betont Stahl. Zwei, drei Informationsveranstaltungen und Diskussionen stellt er sich vor, um transparent über die neue Schule informieren zu können.

Zur Information gehört auch, dass den Eltern gesagt wird, wo die Sekundarschule etabliert werden soll. „Eine definitive Standortentscheidung hat es noch nicht gegeben. Ich denke aber, dass die Politik unserer Empfehlung folgen wird“, sagt Stahl. Er geht davon aus, dass die Schule im Gebäude der Hardenberg-Hauptschule gestartet wird.

„Wir brauchen Räume für eine zweite Schulleitung, für eine zweite Schulverwaltung, für ein zweites Kollegium“, merkt er an. „Die eine Schule wächst raus, die andere rein.“ In der Hauptschule sei das darstellbar, in der Heinrich-Kölver-Realschule Tönisheide nicht. Theoretisch, so Stahl, könne eine dreizügige Sekundarschule in Neviges unterkommen. „Bei vier Zügen wird es zu eng. Dann brauchen wir auf jeden Fall ein zweites Gebäude.“

Im Februar finden in Velbert die Anmeldungen für die weiterführenden Schulen statt. „Bisher haben wir keine Nachfrage nach der Sekundarschule“, stellt Stahl fest. Dass es einen Trend in Richtung Wülfrath oder Mettmann geben könnte, wo die Sekundarschulen ein Jahr früher starten, erwartet er nicht. „Das glaube ich nicht. Eher kommen Wülfrather nach Velbert, zur Gesamtschule.“

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