Möglicherweise mit Chemikalien verseuchter Boden ist auf einem Grundstück in Rohdenhaus aufgetaucht.

Auf diesem Baugrundstück ist der Boden entsorgt worden.
Auf diesem Baugrundstück ist der Boden entsorgt worden.

Auf diesem Baugrundstück ist der Boden entsorgt worden.

Janicki

Auf diesem Baugrundstück ist der Boden entsorgt worden.

Umweltalarm in Rohdenhaus: Auf dem Abrissgrundstück der früheren evangelischen Kirche am Höhenweg ist gestern eine Ladung von möglicherweise mit Chemikalien verseuchtem Boden aufgetaucht. Die könnte illegal von einer Baustelle in der Solinger Innenstadt entnommen worden sein.

Die Polizei und die Staatsanwaltschaft Wuppertal ermitteln, die Kreisverwaltung ist bereits tätig geworden. Der Vorgang steht im Zusammenhang mit offenbar ähnlichen Schutt-Funden in Wuppertal-Vohwinkel. Das Material stammt den bisherigen Ermittlungen zufolge offenbar vom Grundstück eines früheren metallverarbeitenden Betriebs mit Härterei in Solingen. Es geht um mehrere Tonnen Aushub. Über die Baustelle dort ist ein Baustopp verhängt worden.

In Rohdenhaus hatte die Polizei gestern Vormittag die Bagger angehalten. „Zur Gefahrenabwehr“, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Wuppertal erläuterte. Die Ermittler seien aufgrund von konkreten Hinweisen eingeschritten. Um welche Substanzen es dabei im Einzelnen gehe, sei bisher nicht geklärt. Es gehe „ein öliger Geruch“ von dem Aushub aus, heißt es.

Die evangelisch-reformierte Gemeinde hatte das Gotteshaus, das seit dreieinhalb Jahren leer steht, kürzlich abreißen lassen. Nun sind auf dem Areal etliche Grundstücke für Wohnhäuser verkauft.

Die Untere Wasserbehörde der Kreisverwaltung hat bisher keine Gefahr für Anwohner festgestellt. Daniela Hitzemann, Sprecherin des Kreises: „Das Material sieht unauffällig aus und riecht zumindest auf dieser Baustelle nicht. Aber es stammt ganz offensichtlich nicht von da.“ Die Kreisverwaltung habe dem Bauherrn aufgetragen, Herkunft und Zusammensetzung des Schutts zu erläutern.

Ungeklärt, ob Bauherrn von dem Schutt wussten

Laut Polizeipräsidium Wuppertal ist noch nicht geklärt, ob das Material ohne Wissen der Arbeiter und Bauherrn nach Rohdenhaus gekommen sein könnte oder ob sie in das Abschütten eingeweiht waren. Vor Ort findet sich ein Baustellenschild, das auf ein Bauunternehmen aus Wuppertal-Vohwinkel verweist, das auch als Entsorgungsbetrieb wirbt.

Laut Polizei ist denkbar, dass der Aushub an der Ecke Höhenweg/Heidestraße eingebaut werden sollte, aber ebenso, dass er von dort zusammen mit unbelastetem Material weiter verfrachtet werden sollte, um ihn an anderer Stelle unauffällig verwenden zu können: „Die Ermittlungen dauern an“, heißt es bei der Polizei.

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