Bildung: Nach der Vertagung der Gesamtschul-Entscheidung fürchtet Brigitte Preuß, Leiterin der Hardenbergschule, um den Fortbestand des Nevigeser Hauptschule.

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„Ich hätte es begrüßt, wenn man es gewagt hätte“: Brigitte Preuß bedauert, dass es nicht zum Gesamtschul-Start im Sommer kommt. Und sie befürchtet, dass es n nun ganz schwer wird, genügend Anmeldungen für die Hauptschule zu bekommen. Zugleich werde der „Schulkrieg“ andauern.

„Ich hätte es begrüßt, wenn man es gewagt hätte“: Brigitte Preuß bedauert, dass es nicht zum Gesamtschul-Start im Sommer kommt. Und sie befürchtet, dass es n nun ganz schwer wird, genügend Anmeldungen für die Hauptschule zu bekommen. Zugleich werde der „Schulkrieg“ andauern.

Simone Bahrmann

„Ich hätte es begrüßt, wenn man es gewagt hätte“: Brigitte Preuß bedauert, dass es nicht zum Gesamtschul-Start im Sommer kommt. Und sie befürchtet, dass es n nun ganz schwer wird, genügend Anmeldungen für die Hauptschule zu bekommen. Zugleich werde der „Schulkrieg“ andauern.

Velbert. Das Aus für eine zweite städtische Gesamtschule in diesem Sommer könnte der Einstieg ins Aus der Hardenberg-Hauptschule sein. Das befürchtet deren Leiterin Brigitte Preuß. Sie sieht nach den Vertagungsbeschlüssen in Schulausschuss und Rat die Gefahr, dass „wir schon dieses Jahr nicht mehr ausreichend Anmeldungen erhalten“. Außerdem steht für sie fest: „Wir haben ein Jahr weiter Schulkrieg in Velbert.“

„Man stelle sich vor, es gibt in Neviges keine
weiterführende Schule mehr.
Das ist nicht gut für ganz Neviges-Mitte.“

Brigitte Preuß

Für Die Linke ist der Dienstag „ein schwarzer Tag für Velbert“, nachdem im Rat eine große Mehrheit die Entscheidungen für eine weitere Gesamtschule vertagt hat. Der Rat, so Fraktionsvorsitzender Harry Gohr, habe eine Chance vertan. Einer neuen Gesamtschule müsse keine andere Schule weichen, sagt er. Möglichkeiten gebe es genug. Aus Sicht der Bezirksregierung sind jedoch die von SPD, Die Grünen, FDP und Linken vorgelegten neun Vorschläge zu unkonkret. „Wir werden nicht jede beliebige Dependance-Lösung mittragen“, macht die Bezirksregierung klar.

Brigitte Preuß bedauert, dass es nicht zum Gesamtschul-Start im Sommer kommt. „Ich hätte es begrüßt, wenn man es gewagt hätte.“ Angesichts der Unklarheiten über die Dependance-Lösungen sei es aber richtig, dass nun neu nachgedacht werde.

„Man darf jetzt nicht wieder bis November warten“

„Das muss aber auch passieren“, fordert Preuß. Sie pflichtet daher August-Friedrich Tonscheid, Fraktionsvorsitzender von Velbert anders, bei. Der hatte angemahnt, dass man bald mit allen sprechen müsse: „Mit den Eltern, mit den Schulleitern.“

Das ist auch die Verpflichtung, die Preuß aus der Vertagung ableitet: „Man darf jetzt nicht wieder bis November warten.“ Alle Fakten müssten auf den Tisch. „Am Ende gibt es eine Plus-Minus-Liste, die entscheidend für den Abwägungsprozess ist“, so die Schulleiterin. Über eines müssten sich aber alle Politiker und Schulen im Klaren sein: „Es wird Schulen geben, die negativ betroffen sein werden von einer weiteren Gesamtschule.“

Im Februar muss es genügend Anmeldungen geben

Aktuell blickt Brigitte Preuß besorgt auf die Anmeldetermin für das kommende Schuljahr im Februar. „Das wird eine enge Kiste.“ Es könnte durchaus sein, dass die Hardenbergschule nicht genügend Anmeldungen erhalten werde. „Dann läuft die Schule aus. Das ist so.“ Eine Gefährdung dieses Schulstandortes, sagt sie, „ist nicht gut für ganz Neviges-Mitte. Das stelle man sich einmal vor: Es gibt vielleicht keine weiterführende Schule mehr. Das ist für den ganzen Stadtteil schlecht, der dadurch an Attraktivität verliert.“ Auch deshalb sei sie eine Befürworterin der Umwandlung in eine Gesamtschule gewesen: „Dann könnte man im Neviges Abitur machen. Das wäre doch was.“

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