Ungewöhnliche AG bringt Mädchen die Tiere näher und stärkt zugleich das Selbstvertrauen.

Ungewöhnliche AG bringt Mädchen die Tiere näher und stärkt zugleich das Selbstvertrauen.
„Pferdeflüsterinnen“ unter sich: Auf dem Thünershof geben Gesamtschullehrerin Kathrin Hermans (l.) und Reitstallbesitzerin Corinna Doll ihr Pferdewissen an die Gesamtschülerinnen weiter.

„Pferdeflüsterinnen“ unter sich: Auf dem Thünershof geben Gesamtschullehrerin Kathrin Hermans (l.) und Reitstallbesitzerin Corinna Doll ihr Pferdewissen an die Gesamtschülerinnen weiter.

Ulrich Bangert

„Pferdeflüsterinnen“ unter sich: Auf dem Thünershof geben Gesamtschullehrerin Kathrin Hermans (l.) und Reitstallbesitzerin Corinna Doll ihr Pferdewissen an die Gesamtschülerinnen weiter.

Velbert. „Reiten macht Spaß.“ Da ist sich Bianca mit ihren Schulkameradinnen von der städtischen Gesamtschule Velbert einig. Zusammen mit 13 weiteren Mädchen der fünften und sechsten Jahrgangsstufen nimmt sie an der Arbeitsgemeinschaft „Pferdeflüstern“ teil. Kathrin Hermans, Lehrerin für Deutsch und Geschichte, ist selber seit ihrer Kindheit in Pferde vernarrt und möchte ihren Schülerinnen die Liebe zum Tier weitergeben. Damit es nicht bei bloßer Schwärmerei bleibt, sondern fachlich fundiert etwas vermittelt wird, gibt es Unterstützung durch die Reitpädagoginnen Pia Mündelein und Marion Obermöller.

Die Mädchen versuchen, sich in die Tiere hineinzuversetzen

Dank des Engagements von Sponsoren des Fördervereins der Gesamtschule zahlen die Teilnehmerinnen nur 20 Euro im Halbjahr, um das Verhalten und den Umgang mit den Vierbeinern kennenzulernen. Alle 14 Tage treffen sich die Pferdnärrinnen – Jungen sind nicht dabei – auf verschiedenen Höfen im Essener Süden und dem Thünershof zwischen Velbert und Neviges, wo Corinna Doll einen Reitstall betreibt. Die Mädchen lernen, sich in die Perspektive des Pferdes hineinzuversetzen. „Sie erfahren dabei nicht nur viel über die Tiere, sondern auch über sich selbst. Der Umgang mit den Pferden stärkt das Selbstvertrauen“, weiß die Pädagogin Hermans und führt einige Beispiele an: „Körpersprache ist wichtig, wenn der Reiter die Führung übernehmen will. Schüchterne Kinder kommen aus sich heraus, extrovertierte lernen, sich zurücknehmen.“

Magisch verspricht die Zusammenarbeit mit der Zirkustrainerin Maike Hansner zu werden, wenn sie Einblicke in die Geheimnisse ihrer Dressur gibt. Geritten wird nicht nur der Halle, Ausflüge in die Umgebung sind ebenfalls geplant. Am Ende des Schuljahres im Juli werden die Reiterinnen im Rahmen eines Abschlussfestes ihr Können präsentieren, mit aufregender Übernachtung auf den Pferdewiesen.

Zuvor wird am 5. Februar um 19.30 Uhr in der Aula der Gesamtschule an der Poststraße die Abenteuerreiterin Sonja Endlweber erwartet. Sie berichtet mit Bildern von ihrem langen Ritt. Sie zog 7000 Kilometer durch Amerika, Kanada und Alaska. Die Schule hofft auf viele zahlende Gäste, der Erlös fließt an die AG der Pferdeflüsterinnen.

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