Bei der Berufsinformationsveranstaltung des Berufskollegs Niederberg informierten sich rund 1200 Besucher über 100 Berufsbilder.

Ausbildungsleiterin Claudia Lück-Rüth (v.l.), die Studentinnen Laura Wilms und Jennifer Deja geben den Gymnasiastinnen Sabrina Schellenberg und Nikolina Pavlek Infos zur Ausbildung im Finanzamt.
Ausbildungsleiterin Claudia Lück-Rüth (v.l.), die Studentinnen Laura Wilms und Jennifer Deja geben den Gymnasiastinnen Sabrina Schellenberg und Nikolina Pavlek Infos zur Ausbildung im Finanzamt.

Ausbildungsleiterin Claudia Lück-Rüth (v.l.), die Studentinnen Laura Wilms und Jennifer Deja geben den Gymnasiastinnen Sabrina Schellenberg und Nikolina Pavlek Infos zur Ausbildung im Finanzamt.

Simone Bahrmann

Ausbildungsleiterin Claudia Lück-Rüth (v.l.), die Studentinnen Laura Wilms und Jennifer Deja geben den Gymnasiastinnen Sabrina Schellenberg und Nikolina Pavlek Infos zur Ausbildung im Finanzamt.

Velbert. An der Langenberger Straße in Höhe des Berufskollegs Niederberg brach am Samstag ein mittleres Verkehrschaos aus: Dort fand wieder die große Berufsinformationsveranstaltung statt. Reinhard Schulze Neuhoff, inzwischen pensionierter Lehrer dieser berufsbildenden Schule, hatte vor sechs Jahren einen Arbeitskreis zur Berufsförderung mit Mitgliedern aus fast allen weiterführenden Schulen in Velbert, Wülfrath und Heilignhaus ins Leben gerufen. Rund 1200 Schüler hatten die Möglichkeit, sich über 100 Berufe zu informieren.

Auch unbekannte Berufe konnten die Besucher kennenlernen

„Viele Jugendliche haben ihre Eltern dabei, das ist gut“, freute sich Reinhard Schulze Neuhoff: „Dann wird zu Hause auch über die Berufe geredet.“ Neben den großen und typischen Firmen des niederbergischen Landes stellten sich auf den ersten Blick ziemlich unbekannte Berufe vor. Was macht denn eine Mediatorin? „Die hilft Menschen, Konflikte zu lösen“, brachte es Isabelle Schiffer auf den Punkt. Aber es ist nicht der richtige Job für junge Berufseinsteiger. „Ein bisschen Lebenserfahrung gehört“, ergänzte Kollegin Stefanie Imo. Mit den Vorurteilen gegenüber den Berufen im Finanzamt räumte Claudia Lück-Rüth auf. Vor einem Plakat mit der Ansicht des Schlosses Nordkirchen machte sie auf die vielfältigen Studienmöglichkeiten aufmerksam, die in dem münsterländischden Wasserschloss angeboten werden. „Das ist wirklich vielfältig, Studium und Praxis wechseln sich ab, wir lernen alles über Finanzen und Steuern kennen“, bekräftigte Studentin Laura Wilms. Die Heiligenhauser Gymnasiastin Sabrina Schellenberg war für weiteres Infomaterial dankbar, sie war durchaus interessiert: „Mein Cousin meint, das ist ein spannender Beruf.“ Spannend kann sicherlich auch der Job des Polizisten sein. Marten Harms, Personalberater der Kreispolizeibehörde Mettmann, scharte vor allem die Mädchen um sich, als er die Module der Polizeiausbildung vorstellte. Cedric Momma, der sich im dritten Ausbildungsjahr zum Verwaltungsfachangestellten bei der Stadt Velbert befindet, berichtete gerne über seinen derzeitigen Aufgabenbereich im Ordnungsamt. Die städtische Verwaltung setzt weiterhin auf Ausbildung des eigenen Personals: „Im Moment suchen wir angehende IT-Systemelektroniker“, so Ausbildungsleiterin Claudia Weiß. Mit ein paar Worten konnte Katharina Linnemann nicht beantworten, was eine Industriekauffrau in einem großen Automobilzulieferbetrieb so macht. „Alle kaufmännischen Bereiche sind betroffen, vom Einkauf der Rohstoffe über die Lieferung der fertigen Teile an die Autofabriken bis zur Personalverwaltung.“ Auch wenn einige Schüler recht lustlos durch die Gänge schlenderten, weil ihnen die Teilnahme von der Schule verordnet wurde, lobte Bernhard Hetzel das „passgenaue Publikum. Die Jugendlichen sind besser vorbereitet als in den Vorjahren. Das Interesse an meinem Beruf ist groß“, so der stellvertretende Obermeister der Tischlerinnung.

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