Ab Montag ist endgültig Schluss: Das Gasthaus „Schmahl am Schmalen“ hat seinen Mietvertrag nicht verlängert.

Am Sonntag gibt es im „Schmahl am Schmalen“ zum letzten Mal die traditionellen Reibekuchen zu essen. Am Montag schließt das Ausflugsrestaurant endgültig seine Türen.
Am Sonntag gibt es im „Schmahl am Schmalen“ zum letzten Mal die traditionellen Reibekuchen zu essen. Am Montag schließt das Ausflugsrestaurant endgültig seine Türen.

Am Sonntag gibt es im „Schmahl am Schmalen“ zum letzten Mal die traditionellen Reibekuchen zu essen. Am Montag schließt das Ausflugsrestaurant endgültig seine Türen.

Ulrich Bangert

Am Sonntag gibt es im „Schmahl am Schmalen“ zum letzten Mal die traditionellen Reibekuchen zu essen. Am Montag schließt das Ausflugsrestaurant endgültig seine Türen.

Neviges. Das Ausflugsrestaurant „Schmahl am Schmalen“ im Deilbachtal serviert am Sonntag zum letzten Mal seinen traditionellen Reibekuchen. Ab Montag bleibt das Lokal geschlossen – für immer. „Nach acht Jahren ist der Mietvertrag ausgelaufen und ich habe ihn nicht verlängert“, sagt Inhaber Philipp Hruby (35).

Das ist aber nicht der einzige Grund, warum Hruby die Gaststätte in Velbert-Neviges aufgibt: „Die Gäste sterben weg. Wir haben hier primär ältere Kundschaft. Wenn die wegfällt, rückt niemand mehr nach.“ Am Wochenende kämen zwar auch jüngere Gäste, die könnten aber nicht die Kosten der ganzen Woche tragen.

Ähnlich sieht es in den kalten Monaten aus. „Im Sommer habe ich den Laden hier voll“, erzählt der Inhaber. Im Winter jedoch blieben die Gäste aus. „Dafür liegt das Restaurant zu abgelegen. Die Leute kommen häufig nach einem Ausflug oder Spaziergang rein, das passiert im Winter eher selten.“

Lokal hatte sechs gute und sechs schlechte Monate

Mit sechs guten und sechs schlechten Monaten lohne es sich nicht, das Lokal weiter zu betreiben. Dabei war „Schmahl am Schmalen“ beliebt bei den Gästen – nicht nur in Velbert und Wuppertal.

„Auf dem Parkplatz standen immer auch Autos mit Düsseldorfer, Kölner oder auch Bochumer Kennzeichen“, sagt Philipp Hruby. Viele Gäste hätten sich schon per Telefon gemeldet und ihr Bedauern über die Schließung zum Ausdruck gebracht. „Neulich war sogar jemand da, der den Kellnerinnen Blumen gebracht hat“, erzählt der 35-Jährige.

Abschied von den traditionellen Pfann- und Reibekuchen

Im Jahr 1877 eröffneten Friedrich Gustav Schmahl und seine Frau Wilhelmine den ersten Gasthof im Deilbachtal. Nach einem schweren Brand wurde das Gebäude 1904 komplett neu aufgebaut. Wegen der großen Beliebtheit wurde das Gasthaus nach und nach erweitert. Die Theke, die im Jahr 1991 gebaut wurde und der alte Kaminofen sind noch heute Teil des Restaurants.

Die Besucher müssen auch Abschied von den traditionellen Pfannkuchen und Reibekuchen nehmen. „Wir haben drei Monate lang versucht, die Reibekuchen auf der Speisekarte in der Kornmühle in Wuppertal einzuführen. Das wurde von unseren Kunden gar nicht gut angenommen und wir haben das Gericht wieder gestrichen“, sagt Hruby.

Was nun mit dem Standort geschieht, ist noch unklar. Nach Informationen der WZ soll es keine weitere Gastronomie in dem alten Fachwerkhaus geben.

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