Mit einem ungefährdeten 2:0 gegen den TV Dalbeckersbaum holte sich die SSVg wieder den Titel des Stadtmeisters im Hallenfußball.

Mit einem ungefährdeten 2:0 gegen den TV Dalbeckersbaum holte sich die SSVg wieder den Titel des Stadtmeisters im Hallenfußball.
Mit einem Portrait von Fred „Freddy“ Klein, dem schwer erkrankten Leiters der Sicherheitsabteilung der SSVg Velbert, bejubelten Mannschaft und Betreuer den Sieg der Hallenmeisterschaft. Es ging nicht immer so freundschaftlich zu.

Mit einem Portrait von Fred „Freddy“ Klein, dem schwer erkrankten Leiters der Sicherheitsabteilung der SSVg Velbert, bejubelten Mannschaft und Betreuer den Sieg der Hallenmeisterschaft. Es ging nicht immer so freundschaftlich zu.

Ulrich Bangert

Mit einem Portrait von Fred „Freddy“ Klein, dem schwer erkrankten Leiters der Sicherheitsabteilung der SSVg Velbert, bejubelten Mannschaft und Betreuer den Sieg der Hallenmeisterschaft. Es ging nicht immer so freundschaftlich zu.

Velbert. Im Finale der 38. Velberter Stadtmeisterschaft im Hallenfußball trafen wie im vergangenen Jahr die SSVg und der TV Dalbecksbaum aufeinander. Mit einem ungefährdeten 2:0 holte sich die SSVg wieder den Titel, Aliosman Aydin und von Aslan Nadojan schossen die beiden Tore. Die Fans der beiden Teams sorgten für mächtig Stimmung. „Die Blauen werden heute verhauen“, skandierten die TVD-Schlachtenbummler und schossen mit grün-weißen Luftschlangen herum, die sich in Netz vor dem Deckenfenster verfingen.

Es kam zu unschönen, unsportlichen Rangeleien

In der anderen Ecke der Sporthalle an der Langenberger feuerten die SSVg-Anhänger pausenlos ihr Team an, Manschetten von Pilsgläsern schwebten über die Köpfe der Zuschauer. Vor dem Anpfiff des letzten Spiels hatte sich TVD-Fußballabteilungsleiter Detlef Rahn noch Hoffnung gemacht, den Titel zu holen: „Wir sind schwach in das Turnier gegangen, haben uns dann aber gesteigert.“ Außerdem hatte er beobachtet, dass die SSVg „nicht so doll“ war. „Wenn wir in Führung gehen, dann steigert sich das Selbstvertrauen der Mannschaft.“

Doch dieser Wunsch ging nicht Erfüllung, den ersten Treffer landeten die „Blauen“. Bei den Spielern lagen die Nerven blank, es kam zu einer unschönen und unsportlichen Rangelei. Der Wuppertaler Schiedsrichter Christian Szewczyk, der zusammen seinem Bruder Michael am Finaltag souverän auf die Einhaltung der Regeln achtete, musste die Rote Karte ziehen. TVD-Funktionär Rahn analysierte die Niederlage: „Wir haben gut und sehr temporeich gespielt wie im ganzen Turnier nicht, aber wir haben keine Chance genutzt.“ SSVg-Torschütze Aliosman Aydin und sein Team hatte den Titelgewinn nicht erwartet, aber man hatte daraufhin gearbeitet: „Das war schon unser Ziel. Aber wir hatten zu viele Zweikämpfe, das war absolut unnötig.“ Der SV Union Velbert belegte den dritten Platz. Der vor fünf Jahren aus dem FC Tönisheide und dem TUS Neviges hervorgegangene Verein überzeugte mit einem starken Auftritt. Das Team des SV blieb bis zum Halbfinale ungeschlagen, da machte allerdings der TVD mit einem Treffer den Einzug in die nächste Runde klar.

Sven Hauptmann hatte nicht damit gerechnet, dass man so weit kommt. „Das ist eine junge Truppe, die gute Arbeit geleistet hat, wir sind stolz darauf und gehen mit Elan ins neue Jahr“, zeigte sich der Co-Trainer zuversichtlich. Zuvor hatten seine Schützlinge den TSV Neviges mit einem 2:1 im Viertelfinale frühzeitig in die Umkleidekabine geschickt. Mehrere tausend Zuschauer verfolgten das sportliche Großereignis, an drei von vier Tagen mussten Interessenten abgewiesen werden, weil die Halle voll war. Der Ausrichter SSVg hatte seine Sache gut gemacht: „Das war alles tiptop organisiert, das fing schon mit der Auslosung an“, lobte Hans-Werner Mundt vom StadtSportBund Velbert.

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