Gremium eröffnet zusätzliche Chancen für neue Baugebiete.

Wülfrath. Düssel wächst. Derzeit liegen die Pläne für ein neues Baugebiet auf dem alten Sportplatz im Rathaus aus. Bereits 2018 könnte der Bau von bis zu 25 Wohneinheiten beginnen. Neue Chancen für den Ortsteil mit rund 1300 Einwohnern eröffnete jetzt auch der Düsseldorfer Regionalrat, wie Axel Welp betont. Nach den Worten des Wülfrather SPD-Ratsherrn, Mitglied im Regionalrat, verschafft das Gremium Düssel zusätzliche Neubau-Entwicklungsmöglichkeiten.

Bisher vertrat die Bezirksregierung die Position, dass Düssel im Regionalplan aufgrund der geringen Einwohnerzahl nicht als allgemeiner Siedlungsbereich dargestellt wird. Folglich konnten auch keine größeren Siedlungsflächen neu hinzukommen. Lediglich die sogenannte Eigenentwicklung aus dem Bestand heraus, zum Beispiel durch Baulückenschließung, wäre danach möglich, erklärt Welp.

Künftig gibt es Haltepunkte für zwei S-Bahn-Linien in Düssel

„Um aber in Düssel eine Mindestgrundversorgung mit Dienstleistungen und Einzelhandel in Zukunft tragfähig zu gestalten, ist eine größere Einwohnerzahl eine zwingende Voraussetzung“, sagt Welp. Die Bezirksregierung lenkte in dieser Diskussion nun jedoch ein und zeigte sich kompromissbereit, wie Welp weiter erläutert. Hintergrund: Düssel verfügt demnächst über Haltepunkte von zwei S-Bahnen (S 9 und die neue S 28), und gerade entlang von derartigen Trassen ist eine Siedlungsverdichtung landesplanerisch gewollt.

Ein weiterer Pluspunkt für Welp ist die erfolgreiche Teilnahme am Landeswettbewerb „Zwischen Rhein und Wupper: zusammen – wachsen“. Die Bezirksregierung hat sich bereiterklärt, im ersten Änderungsverfahren zum Regionalplan eine Projektidee zum Ausbau von Düssel mit einer stärkeren Verflechtung mit dem ehemaligen Wülfrather, heute Wuppertaler Stadtteil Dornap entlang der Schienenpersonennahverkehr-Strecken konstruktiv zu begleiten. tws

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