Bei einem Gipfelfest wurde auf das Jubiläum der Trasse angestoßen. Eine Granitstele markiert den (fast) höchsten Punkt.

Viele der Besucher des Festes kamen – natürlich – mit dem Fahrrad zur Wülfrather Straße.
Viele der Besucher des Festes kamen – natürlich – mit dem Fahrrad zur Wülfrather Straße.

Viele der Besucher des Festes kamen – natürlich – mit dem Fahrrad zur Wülfrather Straße.

Simone Bahrmann

Viele der Besucher des Festes kamen – natürlich – mit dem Fahrrad zur Wülfrather Straße.

Tönisheide. „Im November haben wir uns im Bürgerverein gefragt, welche Veranstaltung wir denn machen können, da in diesem Jahr kein Bürgerfest stattfindet“, erinnert sich Stefan Atzwanger. „Dann sind wir darauf gekommen, dass der Panoramaradweg Niederbergbahn jetzt fünf Jahre alt wird. Das feiern wir mit einem Gipfelfest“, berichtet der zweite Vorsitzende des Bürgervereins. Wie vor fünf Jahren zur Einweihung, wurde die Wülfrather Straße gesperrt, auf der ein Volksfest stattfand, das Besucher von Heiligenhaus bis Wülfrath anzog. Mitten auf der Trasse der Bahnstrecke, auf der 1995 die letzten Güterzüge rumpelten, stand eine große Bühne, auf der die Bands „Jetset“ und „Homerun“ spielten, dazwischen stellte Maria Jane Hyde die Talente ihrer „Starlight Musical Academy“ vor.

Fritz Vogler und seine Frau Christel fühlten sich sichtlich wohl: „Die Gastronomie und die Musik sind toll, man trifft viele nette Leute. Meine Frau, die gerne mal einen guten Tropfen trinkt, freut sich über den Weinstand.“ Für die ehemalige Velberter Ratsfrau Doris Grünendahl, war es selbstverständlich, bei dem Fest vorbeizuschauen. Sie sagte: „Der Panoramaradweg ist eine Super-Einrichtung. Ich bin regelmäßig zwischen Wülfrath und Tönisheide unterwegs und treffe immer ganz viele Leute.“ Allerdings mokiert sie, dass manche Radfahrer nicht immer akzeptieren wollen, dass es sich um einen kombinierten Rad- und Fußweg handelt und wenig Rücksicht auf Fußgänger nehmen.

Auf dem Aldi-Parkplatz stellten sich viele Tönisheider Vereine mit Aktionen vor.

„Der Radweg ist eine Super-Einrichtung. Ich bin regelmäßig zwischen Wülfrath und Tönisheide unterwegs und treffe immer ganz viele Leute.“

Doris Grünendahl, ehemalige Ratsfrau und Nutzerin des Panoramaradwegs

Der Bürgerverein hatte für Kinder ein „Jubiläumsquiz“ vorbereitet, mit dem Wissen rund um den Radweg abgefragt wurde. Beim Schützenverein „Kleine Schweiz“ konnte der Nachwuchs mit einem Laser-Gewehr seine Treffsicherheit unter Beweis stellen. „Das ist ein ganz harmloser Laser“, versicherte Jugendwart Herbert Leonhardt.

Der Motorsport-Club Neviges-Tönisheide hatte einen Kart-Parcours aufgebaut, die Feuerwehr lud zum Löschen ein. Selbstverständlich ging es auch um Fahrräder: Der Verkehrsclub Deutschland informierte über die Vorteile des Radfahrens, der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club zeigte Radtouren in die Umgebung auf und kodierte Räder zum Schutz vor Diebstahl.

Daneben präsentierten zwei Händler die neusten Räder, vom Rennflitzer über das Mountainbike bis zum Elektrorad. „Seit es den Panoramaradweg gibt, sieht man mehr Fahrräder in der Stadt“, will Michael Wiegel festgestellt haben, der mit E-Bikes handelt. Er beobachtet, dass in Großstädten, wo der Parkplatzmangel sehr groß ist, zunehmend Handwerker mit einem Elektromotor unterstützten Transportrad zu den Kunden fahren. „Für einen Schlüsseldienst zum Beispiel, der nicht viel Werkzeug mitnehmen muss, ist das doch ideal.“

Im Rahmen des Gipfelfestes wurde zwischen Wülfrather Straße und Aldi-Parkplatz eine Granitstele mit den Geodaten aufgestellt, und zwar genau in 263,65 Meter über Normalnull. „Das ist zwar nicht die höchste Stelle des Radweges, die ist ein bisschen höher, aber sie liegt etwas weiter an der Reuterstraße, wo sie nicht auffällt“, räumt Stefan Atzwanger an, der die Idee dazu hatte. Umgesetzt wurde die Stele durch die Technischen Betriebe Velbert, die maßgeblichen Anteil zu Gelingen des Festes hatten. „Die haben uns die Wülfrather Straße gesperrt und die entsprechenden Absperrmaterialien zur Verfügung gestellt. Die Stadtwerke sichern die Versorgung mit Strom und Wasser“, so Atzwanger, der allen Sponsoren dankt, die zum Gelingen des Gipfelfestes beigetragen haben.

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