Am 17. April sind am Programm des geplanten Aktionstages nicht alle Städte beteiligt.

Zwei Radler auf dem Panoramaradweg. Archiv
Zwei Radler auf dem Panoramaradweg. Archiv

Zwei Radler auf dem Panoramaradweg. Archiv

Barbara Sarx

Zwei Radler auf dem Panoramaradweg. Archiv

Wülfrath. Ganz kleines Karo bestimmte schon mehrfach das Thema „Panoramaradweg“, wenn es um Detailfragen ging. Zwar wird die Millionen teure Trasse durch Idyllen und über liebevollst restaurierte Brücken von Radfahrern gern angenommen. Aber die Anliegerstädte versuchen, beispielsweise den Pflegeaufwand möglichst gering zu halten. Ausnahme ist hier Heiligenhaus.

Der Radweg ist für Heiligenhaus willkommenes Stück Infrastruktur

Hier hat man den Radweg von Beginn an als hochwillkommenes Stück Infrastruktur verstanden. Aus mehreren guten Gründen: Erstens gab es vorher kaum einen wirklich brauchbaren Radweg in der Stadt. Und zweitens legt man anhaltend Wert darauf, Zusatznutzen in Sachen Freizeit und Kultur mit dem Weg zu verbinden. Praktische Folge: Die städtische Kehrmaschine kommt zum Einsatz – und die technischen Betriebe bekommen schnell Bescheid, wenn irgendwo Arbeit angesagt ist.

Für den Freizeitradler ergibt sich dennoch ein eher ulkiges Gesamtbild. Zuweilen drängt sich der Eindruck auf: Die Sauberkeit macht an der Stadtgrenze zu Velbert Halt. Das kann eine Zufallsbeobachtung sein. Aber der Gedanke erhält Nahrung durch einen weiteren Umstand – gerade zum Saisonstart. Da gibt es in Heiligenhaus, Wülfrath und Haan einen Aktionstag um alles, was Radfahren zu bieten hat. Und die mittenmang gelegene Stadt Velbert glänzt mit Abwesenheit. So wurden die Organisatoren des Radfeiertags 17. April abschlägig beschieden, als sie nach Velberter Mitarbeit oder Programmangebot fragten. Heiligenhaus, Wülfrath und Haan stemmen die Sache jetzt allein. Erklärungen dazu gab es nicht.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Die Trasse ist für alle anliegenden Städte ein Gewinn, der nicht ohne weiteres mit weiteren Pflichtaufgaben verknüpft werden kann. Schon gar nicht, wenn diese Aufgaben auch noch Geld kosten, das in Kommunen nicht vorhanden ist. Aber mit gutem Willen sollte dieses Stück interkommunaler Zusammenarbeit funktionieren – und zwar ohne Lücke zwischen Kettwig und Haan.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer