Der Rat machte mehr Arbeitsstunden für den Ordnungsdienst möglich. Auch die Wirtschaftsförderung wurde aufgestockt.

Der Ordnungsdienst in Wülfrath wird künftig um 8,5 Wochenstunden aufgestockt. Symbol
Der Ordnungsdienst in Wülfrath wird künftig um 8,5 Wochenstunden aufgestockt. Symbol

Der Ordnungsdienst in Wülfrath wird künftig um 8,5 Wochenstunden aufgestockt. Symbol

Archiv/Bischof

Der Ordnungsdienst in Wülfrath wird künftig um 8,5 Wochenstunden aufgestockt. Symbol

Wülfrath. Der Rat hat in seiner jüngsten Sitzung den Weg dafür bereitet, dass der kommunale Ordnungsdienst in Wülfrath künftig mehr Präsenz zeigen kann. „Das bedeutet nicht, dass wir mehr Knöllchen schreiben, sondern dass wir mehr präventiv tätig werden können“, erklärt Ordnungsamtsleiter Sebastian Schorn.

Die Ratsmitglieder stimmten geschlossen dafür, dass der Ordnungsdienst künftig um 8,5 Wochenstunden aufgestockt wird. Dafür nimmt die Stadt jetzt jährlich 8930 Euro zusätzlich in die Hand. „Auf Streife“ schickt die Stadt derzeit vier Teilzeitkräfte, dabei wird es auch bleiben. Aber: „Die zusätzlichen Wochenstunden werden auf unsere bestehenden Mitarbeiter verteilt“, so Schorn.

Außendienst sucht abends den Mehrgenerationenpark auf

Die Aufgaben des Außendienstes hätten in den vergangenen Wochen und Monaten stetig zugenommen, so begründet die Stadt die moderate Stellenaufstockung. So nehmen etwa die Einsätze an späten Abendstunden und am Wochenende zu. „Wir sind beispielsweise am Mehrgenerationenpark auch abends verstärkt im Dienst“, sagt Schorn. Im Sommer sei es immer wieder zu Beschwerden gekommen, weil gewisse Gruppen immer wieder den Spielplatz zugemüllt hatten. „Seit wir dort regelmäßig kontrollieren, hat das nachgelassen“, schildert der Ordnungsamtschef.

Weiterhin sind die Außendienstkräfte in den Wohngebieten gefragt. Wie die WZ berichtete, hat die Stadt eine Zunahme der „Müllsünder“ registriert, die ihren Abfall zu falschen Zeiten an den Straßenrand stellen, die Säcke falsch befüllen oder sogar wilde Deponien anlegen. „Wir reißen Säcke auf und ermitteln die Verursacher“, so Schorn.

Im Jugendschutz hat sich nun ebenso ein Handlungsbedarf aufgezeigt. Regelmäßig testet die Stadt mit minderjährigen Testpersonen, an welchen Kiosken und Supermärkten illegalerweise Alkohol an Jugendliche verkauft wird. Das jüngste Ergebnis war wenig erfreulich: An drei von sechs Verkaufsstellen wurden die Minderjährigen nicht nach ihrem Ausweis gefragt. Für die entsprechenden Verkäufer wurden Bußgelder in Höhe von 80 Euro ausgesprochen.

Mit 15 0000 Euro jährlich macht sich eine zweite Stellenaufstockung bemerkbar, die vom Rat beschlossen wurde. Die Wirtschaftsförderung, die derzeit mit einer Vollzeit und einer Teilzeitstelle ausgestattet ist, wird um neun Wochenstunden aufgestockt. Das ist nötig, weil die Abteilung „Kultur und Museen“ jüngst an den Fachbereich angegliedert wurde. „Vor dem Hintergrund der Übernahme des Kulturamtes, aber auch durch die im Laufe der Zeit immer stärkere Einbindung der Wirtschaftsförderung in Belange anderer Fachämter – etwa Bauaufsicht und Stadtplanung – ist unter den gegebenen personellen Ressourcen die Bearbeitung der Aufgabenfelder im gleichen Umfang wie bisher nur unzureichend möglich“, begründet die Stadt die Änderung. Auch in diesem Fall stimmten die Fraktionen einstimmig für eine Aufstockung.

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