Der Auslöser für den Brand war vermutlich entzündetes Frittierfett.

Der Auslöser für den Brand war vermutlich entzündetes Frittierfett.
Die rußgeschwärzte Fassade lässt erahnen, wie heftig das Feuer in dem Haus an der Nevigeser Straße gewütet hat.

Die rußgeschwärzte Fassade lässt erahnen, wie heftig das Feuer in dem Haus an der Nevigeser Straße gewütet hat.

Ulrich Bangert

Die rußgeschwärzte Fassade lässt erahnen, wie heftig das Feuer in dem Haus an der Nevigeser Straße gewütet hat.

Velbert. Sirenenalarm gestern am späten Vormittag in Neviges: Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr wurden nach Velbert-Mitte gerufen, dort stand das Haus Nevigeser Straße 34 mit dem Imbiss „Am halben Berg“ im Vollbrand. „Der Inhaber war mit Vorbereitungen für den Mittag beschäftigt, als er einen Feuerschein bemerkte. Nachdem er erfolglos den Brand mit einem Feuerlöscher zu bekämpfen versuchte, rannte er zu allen Bewohnern und forderte sie auf, sofort das Haus zu verlassen, während Nachbarn den Feuerwehr-Notruf wählten“, schildert Frank Kapuczinki, der stellvertretende Leiter der Velberter Feuerwehr, die dramatischen Augenblicke.

Die Feuerwehr erhielt auch Unterstützung aus Heiligenhaus

Neben den hauptamtlichen Kräften und den ehrenamtlichen Brandbekämpfern aus Neviges und Velbert-Mitte schickte die Heiligenhauser Feuerwehr eine weitere Drehleiter. Das Feuer hatte sich rasend schnell über alle Etagen bis zum Dach ausgebreitet. Durch den massiven Einsatz konnte ein Übergreifen auf benachbarte Gebäude verhindert werden. Die Vermutung liegt nahe, dass sich in dem Imbiss Frittierfett entzündet hat. Durch das umsichtige Verhalten des Gastronomen wurde niemand verletzt, allerdings ist das Haus nun unbewohnbar.

„Die drei betroffenen Familien mit insgesamt elf Personen wurden vom Ordnungsamt in anderen Wohnungen untergebracht“, teilt der Vize-Feuerwehrchef mit. Damit die Betroffenen am Nachmittag noch einmal das Nötigste aus ihren verrußten Zimmern holen konnten, hatte die Feuerwehr einen Statiker geholt, der die Bausubstanz von 1907 auf ihre Tragfähigkeit überprüfte. „Auf dessen Anweisung hin haben wir Stahlstützen eingezogen, die uns ein Bauunternehmen zur Verfügung stellte. Wir haben in den Reihen der freiwilligen Kräfte einen Dachdeckermeister, der hat das gemacht, der kennt sich mit sowas aus“, beschreibt Kapuczinski das praktische Know-how seiner Aktiven.

Wegen der Lösch- und Sicherungsarbeiten blieb die Nevigeser Straße bis weit in den Nachmittag hinein gesperrt, was zu erheblichen Verkehrsbehinderungen im südlichen Bereich von Velbert-Mitte führte.

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