Und wieder soll der Stadtteil Neviges wachsen: Im nördlichen Tönisheide plant die Stadt bis zu 170 Wohneinheiten auf rund zehn Hektar.

Und wieder soll der Stadtteil Neviges wachsen: Im nördlichen Tönisheide plant die Stadt bis zu 170 Wohneinheiten auf rund zehn Hektar.
Auf diesem Gelände sollen bis zu 170 Wohneinheiten entstehen.

Auf diesem Gelände sollen bis zu 170 Wohneinheiten entstehen.

Simone Bahrmann

Auf diesem Gelände sollen bis zu 170 Wohneinheiten entstehen.

Neviges. Diesen Joker hatte die Stadt noch in der Hinterhand: Ein Areal an der Grenze zwischen Tönisheide und Velbert-Mitte schreit förmlich danach, als Baugebiet entwickelt zu werden. „Wir wollten erst einmal abwarten, wie schnell sich die Wohngebiete Hügelstraße und Jahnsportplatz vermarkten lassen“, berichtete Tim Edler vom Planungsamt im jüngsten Bezirksausschuss Neviges. Nachdem der Wobau die Grundstücke in beiden Gebieten förmlich aus der Hand gerissen wurden, steht nun dem nächsten Wohnbaugebiet im Nevigeser Außenbereich nichts mehr im Wege. „Die Investoren scharren schon mit den Hufen“, sagte Edler.

Möglich sind Reihenhäuser sowie Einzel- und Doppelhäuser

Im Ausschuss stellte die Stadt zunächst einen Rahmenplan für das Projekt vor – der allererste Schritt eines Bauvorhabens. Der Entwicklungsbereich liegt zwischen der Nevigeser Straße im Westen, der A 535 im Osten und der Schmalenhofer Straße im Süden. Ein kleiner nördlicher Zipfel des zukünftigen Baugebietes gehört bereits zu Velbert-Mitte. Für unterschiedliche Teilflächen des Areals gab es schon früher bereits Interesse von Investoren. Nun wurde jedoch im Rahmen der Neuaufstellung des Regionalplans noch eine weitere Fläche im Entwurf zur Siedlungsfläche. So entsteht planerisch eine zusammenhängende Fläche von zehn Hektar.

„Wir haben Einzel- und Doppelhäuser angedacht. Aber auch Geschosswohnungsbau mit altengerechtem Wohnen könnte dort möglich sein“, berichtete Edler. Denkbar seien darüber hinaus auch Reihenhäuser und sogar kleine Stadtvillen. Insgesamt könnten so bis zu 170 neue Wohneinheiten entstehen. „Ausnahmsweise mal mit einer günstigen Topographie und optimaler Sonnenausrichtung“, so Edler.

Für die bestehenden Anwohner soll die Belastung so gering wie möglich werden- „Die Eichholzstraße wird nicht mit angebunden, das Gebiet bekommt eigene Straßen.“ Von Westen könnten die Autofahrer die neue Siedlung über die Nevigeser Straße und die Straße Am Schlagbaum erreichen – bislang eine noch unbefestigte private Erschließungsstraße. Eine zweite Anbindung ist an der Schmalenhofer Straße vorgesehen. Eine weitere Erschließungsstraße könnte parallel zur Straße Am Schlagbaum weitere Flächen erschließen.

Bevor jedoch die Bagger rollen, ist es noch ein langer Weg. Die Stadt Velbert muss zunächst noch die Themen Verkehr, Lärm, Entwässerung und Umwelt genauer unter die Lupe nehmen. Ein Schallgutachten muss etwa prüfen, welche Auswirkungen der neue Verkehr auf die bestehende Bebauung hat. Gleichzeitig muss ermittelt werden, welche Belastung auf die neuen Häuslebauer zukommt. Schließlich befindet sich ganz in der Nähe nicht nur die rauschende Autobahn 535, sondern auch das Schloß-Unternehmen Schulte-Schlagbaum.

Bei der Entwicklung der Flächen wird zudem in Natur und Landschaft eingegriffen. Der Plan ist, Ausgleichsflächen im Übergang zur offenen Landschaft zu errichten.

Der Bezirksausschuss zeigte sich von dem Rahmenplan angetan und stimmte mit elf zu drei Gegenstimmen (von Grünen und Linke) dafür. Neviges kann weiter wachsen.

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