Nach dem Rückzug der Projektpartner ECE/HBB ist das Einkaufszentrum am Forum offenbar nicht gänzlich vom Tisch: Bürgermeister Stefan Freitag berichtet über mehrere Anfragen.

Die Absage von ECE und HBB hat offenbar andere Interessenten für ein Einkaufszentrum am Europaplatz auf den Plan gerufen. Der Bebauungsplan sieht dafür den Abriss des heutigen Marktzentrums vor.
Die Absage von ECE und HBB hat offenbar andere Interessenten für ein Einkaufszentrum am Europaplatz auf den Plan gerufen. Der Bebauungsplan sieht dafür den Abriss des heutigen Marktzentrums vor.

Die Absage von ECE und HBB hat offenbar andere Interessenten für ein Einkaufszentrum am Europaplatz auf den Plan gerufen. Der Bebauungsplan sieht dafür den Abriss des heutigen Marktzentrums vor.

Archiv Simone Bahrmann

Die Absage von ECE und HBB hat offenbar andere Interessenten für ein Einkaufszentrum am Europaplatz auf den Plan gerufen. Der Bebauungsplan sieht dafür den Abriss des heutigen Marktzentrums vor.

Velbert. Nach dem Marktzentrum ist vor dem Marktzentrum: Am Freitag überraschte Bürgermeister Stefan Freitag mit der Nachricht, dass es schon wieder Gespräche mit potenziellen Investoren gibt, die Interesse an der Entwicklung eines Einkaufszentrums am Europaplatz haben. „Sollte sich heute ein Investor finden, der die bisherigen Pläne zum Marktzentrum eins zu eins übernimmt, würde ich sofort Ja sagen", erklärte der Bürgermeister.

Namen nannte Freitag nicht, Konkretes gibt es auch noch nicht, „weil es sich zunächst um Interessensbekundungen handelt“, sagte der Bürgermeister, der erst in der vergangenen Woche der Öffentlichkeit sagen musste, dass die Investoren HBB und ECE vom Projekt Marktzentrum abgesprungen sind. Vier Interessenten sollen es sein, die sich mit dem Velberter Standort genauer beschäftigen wollen. „Sie haben sich nach der unschönen Nachricht der vergangenen Woche bei uns gemeldet“, sagt Freitag.

Auch über das Hertie-Gebäude ist die Stadt im Gespräch

Und dies seien nicht die einzigen Gespräche: Auch mit Interessenten, die die Hertie-Immobilie im Blick haben, sei die Verwaltung in Kontakt. „Denn eins ist klar: Sowohl das alte Markzentrum als auch die Hertie-Immobilie müssen entwickelt werden. Velbert braucht zwei Frequenzbringer in der Innenstadt“, sagte Freitag, der aber auch deutlich machte: „Sollte sich heute ein Investor finden, der die bisherigen Pläne zum Marktzentrum eins zu eins übernimmt, würde ich sofort Ja sagen.“

Freitag ging gestern auch auf die Kosten ein, die der Stadt durch die bisherigen Planungen der abgesprungenen Investoren entstanden sind. „Wir können keinen Schadensersatz geltend machen, weil uns rechtlich gesehen kein Schaden entstanden ist“, sagte er. HBB und ECE müssten alle Kosten (400 000 Euro) für das Baugenehmigungsverfahren tragen.

Der Stadt sind laut Verwaltungsberechnungen Kosten in Höhe von 493 000 Euro entstanden. Dazu zählen Zahlungen für Rechtsberatung, das Baubüro, Öffentlichkeitsveranstaltungen, aber auch für die Errichtung des Parkplatzes auf dem Gelände der ehemaligen Pestalozzischule. „Aber nicht alle Kosten, wie etwa die für den Parkplatz oder der Kauf von Rechten an Grundstücken, waren umsonst. Das werden wir benötigen, wenn es um die Entwicklung der Innenstadt geht“, sagte Freitag.

Freitag geht davon aus, dass der Stadt keine Kosten bleiben werden

Die Hintergründe zur Finanzierung des Projekts Marktzentrum werden Thema im Haupt- und Finanzausschuss sein, der am Dienstag, 12. November, ab 17 Uhr tagt. Danach wird es ab 19 Uhr eine Sondersitzung des Stadtrates geben. Bürger können die Unterlagen dazu im Internet einsehen.

Würden nun die Kosten von 493 000 Euro mit den Gebühren, die den Investoren in Rechnung gestellt werden, verrechnet, bliebe die Stadt auf 93 000 Euro sitzen. „Aber wir haben eine stille Reserve“, sagte Freitag. Damit meint er Grundstückswerte am Europaplatz in Höhe von 1,6 Millionen Euro. „Sollte es also zukünftig zu einem Verkauf eines Teils der Fläche kommen, ist damit zu rechnen, dass wir die 93 000 Euro wieder rausbekommen.“

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