Weil offenbar viele Bürger nicht in den Abfallkalender gesehen haben, war Awista gestern teils vergeblich unterwegs.

Fehlstart ins neue Jahr: Die Müllabfuhr war gestern in Wülfrath unterwegs – und fand kaum Tonnen zum Entleeren vor.
Fehlstart ins neue Jahr: Die Müllabfuhr war gestern in Wülfrath unterwegs – und fand kaum Tonnen zum Entleeren vor.

Fehlstart ins neue Jahr: Die Müllabfuhr war gestern in Wülfrath unterwegs – und fand kaum Tonnen zum Entleeren vor.

Archiv/Red

Fehlstart ins neue Jahr: Die Müllabfuhr war gestern in Wülfrath unterwegs – und fand kaum Tonnen zum Entleeren vor.

Wülfrath. In den kommenden Tagen drohen überlaufende Mülltonnen im Wülfrather Stadtgebiet. Der Grund: Offenbar haben viele Bürger nicht mitbekommen, dass sich zum neuen Jahr auch einige Abfuhrrhythmen geändert haben. „Am ersten Abfuhrtag im neuen Jahr stand fast gar keine Tonne am Straßenrand“, berichtet Abfallberaterin Ulrike Eberle vom gestrigen Fiasko.

Rund 1600 Haushalte sind von der Umstellung betroffen

Umstellen müssen sich die Hälfte der 3200 Haushalte, deren Tonne alle 14 Tage geleert wird. Das hängt mit dem Wechsel von Sack auf die Tonne zusammen. „Früher wurden alle Tonnen mit 14-tägiger Leerung an einem Tag abgeholt. Mittlerweile schafft das Awista wegen der gestiegenen Anzahl der Tonnen nicht mehr“, erklärt Eberle. Daher sind die betroffenen Haushalte in diesem Jahr in „G“- und „U“-Wochen eingeteilt. Die einen werden in der geraden, die anderen in der ungeraden Woche bedient. Welche Straßen, zu welchen Zeiten dran sind, steht im neuen Abfallkalender, der im Dezember an alle Haushalte verteilt wurde. „Offenbar haben da aber nicht alle hineingesehen“, musste Eberle gestern erschrocken feststellen.

Nun hofft die Abfallberaterin, dass eine Erinnerung in den Medien dazu führt, dass zumindest in den nächsten Abfuhrtagen dieser Woche wieder halbwegs Normalität einkehrt. Das Problem ist nämlich: „Wir können Tonnen, die in der falschen Woche herausgestellt werden, leider nicht nachträglich leeren.“ So werden Bürger, die gestern die Müllabfuhr verpasst haben, 14 zusätzliche Tage bis zur nächsten Leerung warten müssen.

Noch gab’s keine Beschwerden – auf die stellt sich Eberle dann in der kommenden Woche ein, wenn die ersten Bürger merken, dass ihr Müll nicht abgeholt wird. „Sollte es gar nicht mehr gehen, müssten wir zur Not eine Sonderabfuhr durchführen“, sagt die Verwaltungsfrau. Sie hofft jedoch nicht, dass es dazu kommen wird. „Das erzeugt zusätzliche Kosten, die auf alle umgelegt werden.“

War die Informationspolitik der Stadt zu zurückhaltend? Die Änderung war zwar im Abfallkalender vermerkt. Ein zusätzlicher Hinweis – etwa kurz vorher über die Presse – blieb aus. Zudem kam der Abfallkalender nach Informationen der WZ zumindest in Teilen Düssels zu spät oder gar nicht an. Wer auf der Internetseite der Stadt den Abfallkalender abrief, bekam gestern Abend noch die 2016er Version zu sehen.

Zumindest die große Tonnenauslieferung lief reibungslos. Bis Silvester brachte Awista 1700 Haushalten 301 neue Behälter. Eberle freut sich: „Es gab keine Beschwerden. Wir hatten wirklich Glück.“

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