Die SPD findet Vorschläge für den Reiger Weg „indiskutabel“. CDU möchte mehr Infos.

So kontrovers wie das Nevigeser Bezirksparlament hat sich jetzt auch der Umwelt- und Planungsausschuss mit dem Rahmenplan Ansembourgallee auseinandergesetzt. Insbesondere der Vorschlag der Verwaltung, längs des Reiger Weges den Bau von drei Mehrfamilienhäusern zu ermöglichen, stieß auf breite Ablehnung: „Das ist völlig indiskutabel“, meinte Rainer Hübinger (SPD).

Zu dicht war außerdem einer Mehrheit des Gremiums die geplante Bebauung längs der Emil-Schniewind-Straße im Bereich der evangelischen Grundschule.

Velbert anders bringt den Naturschutz ins Spiel

Dabei spielte auch der Naturschutz eine Rolle: „Wir können nicht auf der einen Seite ein Klimakonzept entwickeln und auf der anderen Seite Bäume abholzen“, wies Martina Wolfsbach (Velbert anders) auf den durch die Baupläne gefährdeten Baumbestand hin. Befürchtet wird auch eine verschärfte Parkplatzsituation. Die CDU nahm den Rahmenplan, der als Mitteilungsvorlage nicht explizit zur Abstimmung stand, lediglich zur Kenntnis. Man benötige mehr Informationen wie zum Beispiel konkrete Firsthöhen, meinte Frank Engel. Ausschussvorsitzender Manfred Bolz (CDU) wies in Sachen Bebauungsdichte darauf hin, dass das Land bis zu 35 Wohneinheiten pro Hektar zulasse, Velbert aber mit einem Wert von 20 deutlich unter dieser Vorgabe liege.

„Die Grundstücke sind für heutige Verhältnisse sehr groß“, ergänzte Heike Möller, Leiterin der Abteilung Generelle Planung und Stadterneuerung. Sie könne die Argumente der Bürger nachvollziehen, meinte Petra Brandner, Leiterin der Abteilung Städtebau. Sie versicherte, dass die vorgetragenen Gedanken ins weitere Planverfahren einfließen werden.

Seit Veröffentlichung des Plans regt sich bekanntlich bei den Anwohnern Widerstand. Gegen Einfamilienhäuser im gleichen Stil der anderen Gebäude auf dem Grundstück der einstigen katholischen Grundschule habe man nichts, sagt Anwohnerin Brigitte Djuric, selber SPD-Ratsfrau: „Vier statt fünf täten es aber auch.“

Klare Ansage machtDjuric zum Reiger Weg: „Was da geplant ist, geht gar nicht“, sagt die Nevigeserin und weiß dabei die Nachbarschaft hinter sich. Die wolle außerdem eine deutliche Reduzierung der Neubauten an der Emil-Schniewind-Straße.

Bei der Umsetzung sieht die Ratsfrau ihre Kollegen in der Pflicht: „Die Verwaltung macht die Vorschläge, aber letztlich entscheidet die Politik.

Großen Wert lege man außerdem auf den Erhalt der Ansembourgallee in Form einer Allee mit Mittelstreifen: „Die erste und einzige in Neviges“, betont Djuric.

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