Der Mord an der 17-Jährigen aus Wülfrath ist noch immer ungelöst. Die Polizei hofft noch immer auf einen Durchbruch und prüft eine mögliche Verbindung zu einem Mord an einer Psychologiestudentin aus Wuppertal.

Foto der 1979 getöteten 17-jährigen Regina Neudorf aus Wülfrath
Foto der 1979 getöteten 17-jährigen Regina Neudorf aus Wülfrath

Foto der 1979 getöteten 17-jährigen Regina Neudorf aus Wülfrath

Foto der 1979 getöteten 17-jährigen Regina Neudorf aus Wülfrath

Janke, Kai, Bild 1 von 2

Foto der 1979 getöteten 17-jährigen Regina Neudorf aus Wülfrath

Mettmann. Vor fast 38 Jahren macht ein Reiter, auf einem einsamen Feld zwischen den Velberter Ortsteilen Neviges und Langenberg, einen grausigen Fund: Am 26. Mai 1979, einem Samstag, entdeckt er dort die zerstückelte Leiche der damals 17 Jahre alten Regina Neudorf. Am Mittwoch, 26. April, sollen die aktuellen Erkenntnisse der Kriminalpolizei bei "Aktenzeichen XY ungelöst" im ZDF ausgestrahlt werden. Die Überreste der jungen Frau lagen damals an einem Zufahrtsweg zu einem Gehöft, nahe der Windrather Straße. Arme und Beine der Toten lagen abgetrennt neben dem Torso. Bis heute gilt der Fall als ungelöst. Doch noch immer hat die Polizei die Hoffnung, den Fall zu klären.

Nach einem Discobesuch verliert sich ihre Spur

Letztmalig lebend gesehen wurde die 17-jährige Verkäuferin aus Wülfrath von Zeugen zwei Tage vor dem Auffinden ihrer Leiche. Am nächtlichen Donnerstagmorgen des 24. Mai 1979, gegen 00.30 Uhr, verließ Regina Neudorf eine damals an der Friedrichstraße 102 in Velbert-Mitte ansässige Diskothek mit dem Namen "Oldtimer". Ohne Begleitung machte sie sich zu Fuß auf den nächtlichen Heimweg ins benachbarte Wülfrath. Gegen 01.15 Uhr wurde die 17-Jährige dabei noch auf dem Flandersbacher Weg in Velbert, circa 2,6 Kilometer von ihrer Wohnanschrift im Wülfrather Ortsteil Flandersbach entfernt, gesehen. Zu diesem Zeitpunkt war die Wülfratherin offenbar immer noch alleine und zu Fuß auf direktem Weg nach Hause. Anschließend verliert sich ihre Spur.

Täter verfügt über Fachwissen

Auf Grund der Ermittlungen kann bis zum heutigen Tag davon ausgegangen werden, dass es sich bei dem Fundort der Toten, in der ländlichen Außenbürgschaft von Velbert-Neviges, nahe der Gebietsgrenze zu Wuppertal, nicht um den Ort der Tötung handelt. Die fachmännische Art und Weise, wie die Gliedmaßen der Toten bereits vor dem Ablegen am Fundort abgetrennt wurden, deuten zudem darauf hin, dass es sich bei dem Täter mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen Jäger, Metzger oder Kopfschlächter gehandelt haben könnte.

Gibt es Verbindungen zu Mord an Psychologiestudentin aus Wuppertal?

Aufgrund neuester Ermittlungsmethoden prüft die Polizei inzwischen, ob es eine Verbindung mit einem späteren Tötungsdelikt aus dem Jahr 1984 im nordrhein-westfälischen Bornheim (Rhein-Sieg-Kreis) gibt. Dort wurde in den frühen Abendstunden des 19. August 1984, an der Landstraße 192 zwischen Wesseling und Bornheim, die damals 20-jährige Psychologiestudentin Ulrike Hingkeldey aus Bonn tot aufgefunden.

Die damaligen Ermittlungen ergaben, dass die aus Wuppertal stammende 20-Jährige bereits am Tag zuvor als Anhalterin zu Angehörigen nach Wuppertal reisen wollte. Letztmalig lebend gesehen wurde sie dabei am Vortag an einem Tankstellengelände am Autobahnverteiler Köln-Süd, wo die Studentin zwischen 20.30 Uhr und 20.50 Uhr auf eine Mitfahrgelegenheit wartete. Dort stieg sie schließlich in ein sportliches, vermutlich rotes Fahrzeuges mit Wuppertal Kennzeichen ein. Auch in diesem Fall konnte bis heute kein Täter zweifelsfrei identifiziert werden.

Fall Regina Neudorf bei "Aktenzeichen XY"

Vor diesem Hintergrund gehen die Ermittlungen im Fall Regina Neudorf auch nach 38 Jahre immer noch weiter - und aktuell in eine neue Runde. Am Mittwoch, 26. April, sollen die aktuellen Erkenntnisse der Kriminalpolizei zum Tod der 17-Jährigen zusammen mit den Fakten aus dem Mordfall Ulrike Hingkeldey, bei "Aktenzeichen XY ungelöst" im ZDF ausgestrahlt werden. Durch Zusammenführung der Ermittlungsergebnisse aus beiden Mordfällen ergibt sich heute ein klareres Bild vom Täter und eine daraus resultierende Chance, dass Zuschauer der Sendung auch nach 38 Jahren noch einen entscheidenden Hinweis liefern könnten.

Hinweise aus der Bevölkerung nehmen, über die abendlichen Erreichbarkeiten der Ermittler im Münchner Fernsehstudio hinaus, das im Fall Regina Neudorf zuständige Kriminalkommissariat 11 im Polizeipräsidium in Düsseldorf, Telefon 0211 / 870-0, die Polizei in Velbert, Telefon 02051 / 946-6110, aber auch jede andere Polizeidienststelle im Land entgegen.

Das zuständige Kriminalkommissariat 11 der Bonner Polizei im Fall Ulrike Hingkeldey ist unter der Rufnummer 0228 / 15-0 erreichbar.

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