Erich Geister hält dem Mieterverein Neviges schon lange die Treue.

Hans-Jochem Witzke (r.) gratulierte Erich und Ingeborg Geister zur 60-jährigen Mitgliedschaft im Mieterverein Neviges.
Hans-Jochem Witzke (r.) gratulierte Erich und Ingeborg Geister zur 60-jährigen Mitgliedschaft im Mieterverein Neviges.

Hans-Jochem Witzke (r.) gratulierte Erich und Ingeborg Geister zur 60-jährigen Mitgliedschaft im Mieterverein Neviges.

Ulrich Bangert

Hans-Jochem Witzke (r.) gratulierte Erich und Ingeborg Geister zur 60-jährigen Mitgliedschaft im Mieterverein Neviges.

Neviges. Gleich zwei 60. Jubiläen konnte Erich Geister in den vergangenen Wochen feiern: Nach der Diamanthochzeit im Juni wurde der Nevigeser jetzt „für außergewöhnlich lange und treue Mitgliedschaft in der Mieterbewegung“ mit der Ehrennadel in Platin ausgezeichnet. „Das hatten wir noch nie im Mieterverein Neviges“, freute sich Vorsitzender Rainer Papenheim.

Hans-Joachim Witzke, Vorsitzender des Deutschen Mieterbundes NRW, kam extra aus Düsseldorf zur feierlichen Zeremonie ins Nostalgie-Café. Ein passender Ort: Nierentische, Tütenlampen, Petticoats und Elvis Presley eroberten in den 50er Jahren die deutschen Haushalte, aber gleichzeitig war Wohnraum noch sehr knapp. „Deshalb wohnten wir nach der Hochzeit im Juni 1957 bei den Schwiegereltern in der Heiderstraße in Tönisheide, die heute Zum Papenbruch heißt“, erinnerte sich Ingeborg Geister. „Das waren Häuser von der Gagfah. Der Verwalter machte richtig Ärger: Das ginge doch wohl nicht, dass wir als ein frisch verheiratetes Paar bei den Schwiegereltern wohnen würden. Da sind wir noch im gleichen Jahr dem Mieterverein Neviges beigetreten.“

Jüngere Leute treten meist nach Mindestmitgliedschaft wieder aus

Ernst Schröder war damals Rechtsberater für den Nevigeser Verein. „Der hatte uns schnell geholfen, wir durften so lange wohnen bleiben, bis wir vier Jahre später in unsere neue Wohnung an der Titschenhofer Straße ziehen konnten.“ Erich und Ingborg Geister blieben dem Mieterbund Neviges über die Jahrzehnte treu. „So was gibt es heute nicht mehr“, stellte Vorsitzender Papenheim fest. „Wenn die jüngeren Leute Probleme mit dem Vermieter haben, treten sie bei uns ein und nach den zwei Jahren Mindestmitgliedschaft verlassen sie uns wieder.“ uba

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