In einem Kunstprojekt der Realschule Kastanienallee entwickeln 130 Jugendliche Maschinen, Raumschiffe und Planeten-Wohnungen.

Bildung
Schuhkartons werden zu Wohnungen für Aliens. Rabea und Melisa (vorne v. l.) haben beispielsweise eine Marsküche gestaltet.

Schuhkartons werden zu Wohnungen für Aliens. Rabea und Melisa (vorne v. l.) haben beispielsweise eine Marsküche gestaltet.

Simone Bahrmann

Schuhkartons werden zu Wohnungen für Aliens. Rabea und Melisa (vorne v. l.) haben beispielsweise eine Marsküche gestaltet.

Velbert. „Bitte am Rad drehen!“, steht handschriftlich auf einer Spanplatte. So könnte auch das Motto des „Mars!“-Projektes lauten, das ab 13. März im Schloss- und Beschlägemuseum präsentiert wird. Es handelt sich um ein Kunstprojekt der Realschule Kastanienallee, an dem sich 130 Schüler aus fast allen Klassen beteiligen – und das spartenübergreifend auch die Unterrichtsfächer Technik, Mathematik, Textil, Deutsch und Geschichte einbindet.

Ausgangspunkt war die Idee einer „Fabrik auf dem Mars“

Drei Monate lang haben sich die Schüler mit Kinetik, der Lehre der Bewegung, beschäftigt. Ausgehend von der Idee einer Fabrik auf dem Mars bauten sie Maschinen und Gebilde, die dem Roten Planeten ein „ziemlich verrücktes“ Image verpassen, wie Rabea (11) offenbart.

Zum Beispiel fertigten Jugendliche aus einem ausrangierten Springbock der Sporthalle und einer Turnmatte ein Mars-Pferd, dessen Gesicht aus einem Ventilator besteht. Dieser bringt Segelboote in Bewegung, die in der Luft hängen und dadurch Raumschiffe darstellen. Die Segel wurden aus Müllsäcken geschnitten. Aluminium-Eimer werden zu Raketen, Schuhkartons zu Wohnungen für Außerirdische.

„Wir wollen noch einen Spiegel basteln, auf dem ein Alienkopf klebt. Wenn man in den Spiegel schaut, bekommt das Alien die Augen des Betrachters“, erklärt Fünftklässlerin Rabea, während Julia (11) aus Spanplatten gesägte Graffiti-Skulpturen betrachtet, die sich mittels eines Motorblocks bewegen. Auch einen Mars-Rover, den man per Fernsteuerung bedient, konnten die Schüler verwirklichen.

Das Projekt ist Teil der „Kunstbaustellen“, die die Musik- und Kunstschule seit 2006 an Velberter Schulen realisiert. Wie Pädagoge Dieter Sander-Manzek hervorhebt, beteiligt sich die Realschule mit der aktuellen Mars-Mission am Wettbewerb „Kinder zum Olymp“, an dem bundesweit 700 Schulen teilnehmen.

Die Objekte sind ab 12. März im Museum zu sehen

Mit dem Bau der Objekte ist die Arbeit gleichwohl noch nicht abgeschlossen: Schüler der Klassen 9 und 10 gestalten die Ausstellungsräume, die die interaktiven Kunstwerke präsentieren. Zudem organisieren sie die Eröffnung der Ausstellung. Sie findet am Dienstag, 12. März, um 18 Uhr statt, die Sammlung ist dann einen Monat im Foyer des Museums zu sehen. www.kinderzumolymp.de

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