Laut Straßen NRW wäre März 2019 der früheste Termin. Geschätzte Kosten deutlich gestiegen.

Laut Straßen NRW wäre März 2019 der früheste Termin. Geschätzte Kosten deutlich gestiegen.
Der provisorische Kreisverkehr ist längst zum Dauerzustand geworden. Archiv

Der provisorische Kreisverkehr ist längst zum Dauerzustand geworden. Archiv

Blazy

Der provisorische Kreisverkehr ist längst zum Dauerzustand geworden. Archiv

Wülfrath. Der Kreisverkehr an der Mettmanner Straße/Flandersbacher Straße hängt noch immer in der Warteschleife. Das seit dem Jahr 2000 bestehende Provisorium soll ersetzt werden, aber wann? Axel C. Welp (SPD), Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung, hatte Mitte September vergangenen Jahres in Aussicht gestellt, dass die Baumaßnahmen Mitte Juni dieses Jahres beginnen könnten. Das wäre in diesen Tagen, zu sehen ist aber nichts. Axel C. Welp, der auch Mitglied des Regionalrates ist, bezeichnet die Maßnahme neben dem Stadtentwicklungsprogramm Step als einen weiteren „wichtigen Beitrag zur Aufwertung der städtebaulichen Situation in Wülfrath“.

„Mir wäre es nicht unrecht, wenn zunächst die Goethestraße Ost fertig wäre.“

Claudia Panke, Bürgermeisterin, über die zu erwartenden Verkehrsbehinderungen

Bürgermeisterin Claudia Panke steht nach wie vor auf dem Standpunkt: „Ich glaube erst daran, wenn der erste Bagger rollt.“ Schon lange vor ihrer Amtszeit war die Verwaltung immer wieder mit diesem Thema beschäftigt. Mit Blick auf die aktuellen Step-Baumaßnahmen sagte sie gestern im Gespräch mit der WZ, „Mir wäre es nicht unrecht, wenn zunächst die Goethestraße Ost fertig wäre. Die Baumaßnahmen am Kreisverkehr werden den Verkehrsfluss ohnehin stark belasten.“

Im jüngsten Ausschuss für Umwelt und Ordnung hatte Ilona Küchler (Linke) das Dauer-Provisorium mit einer Anfrage an die Verwaltung zum Thema gemacht. „Die immer welligere Fahrbahn des Kreisels berge für Zweiradfahrer gerade bei Nässe ein Sturzrisiko. Immerhin habe es die Erneuerung dieses Kreisverkehrs auf der Prioritätenliste des Landes auf Platz sieben geschafft. Wird mit dem Umbau – wie angekündigt – tatsächlich noch in diesem Jahr begonnen?“, wollte Ilona Küchler von der Verwaltung wissen.

„Das ist weiter unser Kenntnisstand. Wir haben für Juli mit dem Landesbetrieb Straßen NRW ein erstes Abstimmungsgespräch vereinbart. Ein konkreter Termin für den Baustart konnte dabei aber auch auf Nachfrage nicht genannt werden“, so der Technische Dezernent Martin Barnat.

Nachgehakt

Das sieht Klaus Münster, zuständiger Abteilungsleiter Planung von Straßen NRW, allerdings gänzlich anders. Im Gespräch mit der WZ berichtete er gestern, dass derzeit an der Entwurfsaufstellung gearbeitet werde. „Die Vergabe soll Ende des Jahres stattfinden, das peilen wir zumindest an.“ Dies ist auch deswegen interessant, weil die Gesamtkosten laut Abteilungsleiter mit 400 000 Euro in den Büchern stehen – und bisher eben nur geschätzt sind. Auch an diesem Punkt hat sich binnen eines dreiviertel Jahres gewaltig etwas verändert. Im vergangenen September hatte Gerlinde Quack, Projektleiterin von Straßen NRW, noch von Kosten in Höhe von 250 000 Euro gesprochen.

Wenn der nun angepeilte Zeitrahmen eingehalten werde, könne mit einem Baubeginn frühestens ab März 2019 gerechnet werden, so Klaus Münster abschließend.

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