Die Fachklinik für Geriatrie in Neviges könnte noch in diesem Monat aufgelöst werden. Eine Entscheidung soll in dieser Woche fallen.

Medizin
Das St. Elisabeth-Krankenhaus könnte bald Geschichte sein. In dieser Woche wird eine Arbeitsgruppe des Trägers, des Klinikverbundes St. Antonius und St. Josef, tagen und einen Zeitplan für die Schließung festlegen. Nach WZ-Informationen wird über den 20. September nachgedacht.

Das St. Elisabeth-Krankenhaus könnte bald Geschichte sein. In dieser Woche wird eine Arbeitsgruppe des Trägers, des Klinikverbundes St. Antonius und St. Josef, tagen und einen Zeitplan für die Schließung festlegen. Nach WZ-Informationen wird über den 20. September nachgedacht.

Simone Bahrmann

Das St. Elisabeth-Krankenhaus könnte bald Geschichte sein. In dieser Woche wird eine Arbeitsgruppe des Trägers, des Klinikverbundes St. Antonius und St. Josef, tagen und einen Zeitplan für die Schließung festlegen. Nach WZ-Informationen wird über den 20. September nachgedacht.

Neviges. Das St. Elisabeth-Krankenhaus wird möglicherweise noch in diesem Monat geschlossen. Adelheid May, Geschäftsführerin des Klinikverbunds St. Antonius und St. Josef, hat dies am Montag auf Anfrage unserer Zeitung bestätigt. Das St. Elisabeth-Krankenhaus gehört zum Klinikverbund.

Nachgehakt

Eine endgültige Entscheidung solle noch in dieser Woche fallen, sagte May. Ursprünglich sollte das Haus erst Anfang 2014 geschlossen werden.

Warum das Krankenhaus jetzt schon dichtgemacht werden soll, sagte Geschäftsführerin Adelheid May nicht. Es gebe aber ein paar Fakten, die dafür sprächen. „Aber so ein Unterfangen muss gut vorbereitet sein“, sagte die Klinik-Chefin. Die Mitarbeiter des Krankenhauses, das sich auf die Geriatrie (Altersmedizin) spezialisiert hat, seien bereits informiert worden. In dieser Woche soll eine Arbeitsgruppe, die sich mit der Schließung beschäftigt, tagen und einen Zeitplan für die Schließung der Klinik festlegen.

Vor zwei Jahren hatte das Krankenhaus noch ehrgeizige Pläne verkündet. Chefarzt Dag Schütz wollte ein Zentrum für Altersmedizin schaffen mit den neuen Disziplinen Gerontopsychiatrie und Neurologie. Doch dieses Vorhaben soll nicht von den Krankenkassen gestützt worden sein. Zudem soll das Baurecht an dem Standort Pläne für eine Erweiterung zunichtegemacht haben.

Um das Krankenhaus am Standort halten zu können, müsste viel Geld in das Gebäude gesteckt werden. Das Haus, sagt Geschäftsführerin May, sei für einen Krankenhausbetrieb oder andere soziale Einrichtungen nicht mehr nutzbar. Nicht nur beim Brandschutz müsste umfassend nachgebessert werden.

Das St. Elisabeth-Krankenhaus hatte sich einst als eine der ersten Kliniken der Grundversorgung in NRW spezialisiert. So wurde das Krankenhaus im Jahre 1980 als Modellklinik für den Bereich Altersmedizin (Geriatrie) ausgewiesen. Seitdem widmete sich das Krankenhaus gezielt der medizinischen Versorgung älterer Menschen. Das Haus hat heute 100 Betten.

Im Jahre 2009 hat die Stiftung der Cellitinnen die Kliniken St. Antonius und damit auch das Krankenhaus Neviges übernommen. Damals schon stand das Haus vor einer unsicheren Zukunft, gab es schon Schließungsgerüchte.

Die 100 Geriatriebetten des St. Elisabeth-Krankenhauses will der Klinikverbund weitgehend in seinem Bestand halten. Aber es würden auch Gespräche mit Krankenhausträgern im Kreis Mettmann geführt, sagte May. Möglicherweise wird ein Teil der Betten dann doch im Kreis Mettmann bleiben. Mit dem Evangelischen Krankenhaus in Mettmann hat die Fachklinik seit Jahren eine Kooperation. May: „Wir teilen uns den Neurologen.“

Gebäude und Grundstücke werden verkauft

Den knapp 90 Mitarbeitern des Nevigeser Krankenhauses sollen neue Arbeitsplätze in anderen Wuppertaler Kliniken angeboten werden, betriebsbedingte Kündigungen soll es nicht geben. Das Krankenhaus und das Grundstück will der Klinikverbund verkaufen.

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