Adipositas-Chirurg Till Hasenkamp und Neuropädiater Sören Lutz wurden gestern offiziell vorgestellt. Markus Bruckner ist neuer ärztlicher Direktor des Hauses.

Adipositas-Chirurg Till Hasenkamp und Neuropädiater Sören Lutz wurden gestern offiziell vorgestellt. Markus Bruckner ist neuer ärztlicher Direktor des Hauses.
„Die Chemie zwischen uns stimmt“, sagte Niklas Cruse (r.), Geschäftsführer des Helios Klinikums Niederberg, als er mit dem neuen ärztlichen Direktor Markus Bruckner (l.) die neuen Chefärzte für die Kinder und Jugendmedizin, Sören Lutz (2.v.l.) und Adipositas-Chirurgie, Till Hasenberg, vorstellte.

„Die Chemie zwischen uns stimmt“, sagte Niklas Cruse (r.), Geschäftsführer des Helios Klinikums Niederberg, als er mit dem neuen ärztlichen Direktor Markus Bruckner (l.) die neuen Chefärzte für die Kinder und Jugendmedizin, Sören Lutz (2.v.l.) und Adipositas-Chirurgie, Till Hasenberg, vorstellte.

U. Bangert

„Die Chemie zwischen uns stimmt“, sagte Niklas Cruse (r.), Geschäftsführer des Helios Klinikums Niederberg, als er mit dem neuen ärztlichen Direktor Markus Bruckner (l.) die neuen Chefärzte für die Kinder und Jugendmedizin, Sören Lutz (2.v.l.) und Adipositas-Chirurgie, Till Hasenberg, vorstellte.

Velbert. „Es gibt wenige Menschen, die so schlecht behandelt werden, wie die schwer übergewichtigen. Das fängt schon im Kindesalter an“, hat Till Hasenberg in seiner medizinischen Laufbahn festgestellt. Darum hat sich der Arzt bereits seit 2005 der Adipositas-Chirurgie verschrieben, seit Montag ist er Chef der neuen Abteilung am Helios Klinikum Niederberg. „Eine tolle Herausforderung“, freut sich der 43-Jährige, der neben zwei weiteren Fachärztinnen zusätzliche Fachkräfte mitbringt, die sich auf die Behandlung von adipösen Patienten spezialisiert haben.

Dabei kommt es nicht nur auf die enge Zusammenarbeit mit der Diabetologie und der plastischen Chirurgie an, dazu gesellen sich Bewegungstherapie und psychologische Beratung. „Mitunter begleitet man die Menschen über Jahre, und man sieht wie sich verändern. Ein Patient hatte sich bei mir bedankt, dass ich ihn ein neues Leben geschenkt habe – das ist für den Behandler extrem beglückend.“

Auf seinen neuen Job in Velbert freut sich ebenso Sören Lutz, der jetzt die Kinder- und Jugendmedizin leitet. „Dieser neue Chefarzt ist nicht nur Kinderarzt, sondern Neuropädiater, etwas sehr Seltenes“, wie Niklas Cruse, Geschäftsführer des Helios Klinikums Niederberg, herausstellt und hofft damit, eine zusätzliche Patientenklientel anzusprechen, zumal Sören Lutz genau wie sein neuer Kollege Hasenberg, standortübergreifend an den Helios-Häusern tätig ist.

„Ein Patient hatte sich bei mir bedankt, dass ich ihn ein neues Leben geschenkt habe – das ist für den Behandler extrem beglückend.“

Till Hasenberg, neuer Chefarzt der Abteilung Adipositas-Chirurgie

„Zum Glück kommen neurologische Erkrankungen bei Kinder nicht so oft vor, und wenn, dann handelt es sich meist um Multiple Sklerose oder Epilepsie. Nach meiner Ausbildung zum Kinderarzt habe ich im Universitätsklinikum Essen das ganze Spektrum der Neurologie kennengelernt“, so der 45-Jährige, der sich jetzt darauf freut, wieder stärker in die allgemeine Kinderheilkunde einzutauchen. „Ich habe nichts vergessen, alles war sofort wieder da“, stellte der 45-Jährige gleich in den ersten Tagen seiner Tätigkeit in Velbert fest. „Und das Team ist toll“, fügte er hinzu.

„Die Behandlung von Adipositas-Patienten ist für uns eine Herausforderung, auch wenn wir bereits für den OP neue Lagertische und alle Hilfsmittel für solche Fälle haben“, sagt Markus Bruckner, Chefarzt für Anästhesie, Intensivmedizin und Notfallmedizin. Geschäftsführer Niklas Cruse stellte ihn gestern als neuen ärztlichen Direktor vor. „Er hat sich bereits sehr mit der Planung bei der Ausstattung des Neubaus beschäftigt, deshalb hielt ich es für sinnvoll, ihm das Amt anzutragen.“

Wann kommt der Neubau, der bereits im vergangenen Quartal begonnen werden sollte? „Der ist in vollen Zügen“, versicherte gestern Niklas Cruse. „Allerdings brauchen wir ein paar Millionen mehr als die ursprünglich veranschlagten 100 Millionen Euro. Ich stehe da in enger Abstimmung mit dem Fresenius-Vorstand, um die fehlenden Millionen zu bekommen. Wir bauen größer als zunächst geplant, auch wegen der neuen Abteilungen. Wir brauchen einen zusätzlichen OP, weil wir chirurgisch mehr machen werden, außerdem werden die Zimmer größer als zunächst geplant. In zwei Monaten sollte das Thema der Nachfinanzierung durch sein.“

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