Das Gotteshaus im Quartier Ellenbeek wird als Kulturkirche genutzt.

Wülfrath
Freut sich auf Kultur: Pfarrer Thomas Rehrmann. Archiv

Freut sich auf Kultur: Pfarrer Thomas Rehrmann. Archiv

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Freut sich auf Kultur: Pfarrer Thomas Rehrmann. Archiv

Vor mehr als 20 Jahren entstanden, fristete die evangelische Kirche im Quartier Ellenbeek in den vergangenen Jahren ein ziemlich tristes Dasein. Kaum jemand besuchte das Gebäude an der Tiegenhöfer Straße. Das soll sich ab September ändern. Das vormalige Gotteshaus wird zur Kulturkirche.

„Ein Mal monatlich, immer am letzten Sonntag, werden Gottesdienste gefeiert“, sagt Pfarrer Thomas Rehrmann. „Und die sollen dann einen kulturellen Schwerpunkt haben.“ So wie alle anderen Veranstaltungen zur Reaktivierung auch. Mal könnte das eine Kunstausstellung, dann wieder eine Lesung sein.

Vor allem spielt Musik eine tragende Rolle. Denn für das Kulturkirchen-Konzept sind mit dem Pfarrer die Presbyter Ulrike Hüser und Marcus Fritsche sowie Kantor Thomas Gerhold verantwortlich. Und dessen Kosmos umfasst bekanntermaßen viele Tonarten. „Wir wollen die multi-medialen Räume mehr nutzen“, sagt der Kantor. Von der Empore oder mit heruntergelassenen Wänden verändert sich die Akustik und macht Kammerkonzerte möglich und bietet Gelegenheit für Experimentelles.

Die Kulturkirche soll außerdem die Adresse Am Pütt entlasten. So werden Kantorei und alle drei Kinderchöre zukünftig in der Ellenbeek proben. Wie es übrigens die Sangesformation Young Voices ab Juli ebenfalls handhaben wird. Wahrscheinlich folgen außerdem die Kollegen der Deutschen Sänger. „Wir bleiben immer Kirche, gehen nicht in die Vermietung“, vielmehr sollen kulturelle Aktivitäten gebündelt werden.

Zur Eröffnung gibt es einen Gottesdienst und Kunst

Wie das aussehen könnte, zeigt sich zur Eröffnung am 5. September. Mit einem Festgottesdienst wird begonnen, anschließend soll mit „einzelnen Künstlern gezeigt werden, was hier alles möglich ist“. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Bis dahin ist noch einiges zu tun. Eine Bühne gibt es, als Nächstes sollen Bildleisten angebracht und der Gastronomie-Bereich ausgebaut werden. „Das passiert nach und nach“, sagt das Kult-Quartett. Da die finanziellen Mittel knapp sind, sollen nicht alle Anschaffungen in Eigenregie gemacht, sondern zusammen mit anderen Veranstaltern wie zum Beispiel der Würg getätigt werden.

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