Die Jungen und Mädchen der Kita Rohdenhaus wollen die neuen Menschen von nebenan treffen.

Leiterin Susanne Gartmann mit den Kita-Kindern. Sie wollen ihre Nachbarn kennenlernen und organisieren deshalb ein Fest. Die Einladungen haben sie bereits verschickt. Jetzt hoffen sie, dass Viele kommen.
Leiterin Susanne Gartmann mit den Kita-Kindern. Sie wollen ihre Nachbarn kennenlernen und organisieren deshalb ein Fest. Die Einladungen haben sie bereits verschickt. Jetzt hoffen sie, dass Viele kommen.

Leiterin Susanne Gartmann mit den Kita-Kindern. Sie wollen ihre Nachbarn kennenlernen und organisieren deshalb ein Fest. Die Einladungen haben sie bereits verschickt. Jetzt hoffen sie, dass Viele kommen.

Simone Bahrmann

Leiterin Susanne Gartmann mit den Kita-Kindern. Sie wollen ihre Nachbarn kennenlernen und organisieren deshalb ein Fest. Die Einladungen haben sie bereits verschickt. Jetzt hoffen sie, dass Viele kommen.

Wülfrath. Rund um den evangelischen Kindergarten in Rohdenhaus schießen langsam neue Wohnhäuser aus dem Boden. Kita-Leiterin Susanne Gartmann berichtet, wie der sechsjährige Emilio schon vor einigen Monaten neugierig über den Zaun auf das benachbarte Baugelände schaute und fragte: „Was kommt da eigentlich hin?“ Als Emilio erfuhr, dass dort Wohnhäuser entstehen und der Kindergarten bald eine ganze Reihe neuer Nachbarn bekommt, war ihm klar: „Die müssen wir einladen und einen Kuchen backen.“ Das war die Initialzündung für das Projekt „Neue Nachbarn“, das am 4. März ab 17 Uhr in einem Nachbarschaftsfest mündet.

Malte (4) übernahm die Pressearbeit und rief die WZ an

Das Spezielle an dem Projekt, mit dem sieben Kinder im Alter zwischen vier und sechs Jahren schon seit einem Dreiviertel-Jahr beschäftigt sind: Die Kinder haben das Zepter in der Hand. „Ich habe zwar leitende Impulse gegeben, aber eigentlich bin ich den Kindern gefolgt“, sagt Leiterin Gartmann, die derzeit eine Zusatzqualifizierung in der Reggio-Pädagogik macht. Dahinter verbirgt sich ein erzieherisches Konzept, das die Kinder dazu ermutigt, sich selbst zu verwirklichen. Klar, dass der Leiterin die Idee des kleinen Emilio gerade Recht kam.

Dass das Projekt die Handschrift der Kinder trägt, spiegelte sich auch in der Pressearbeit wider. So rief gestern der vierjährige Malte ganz mutig in der WZ-Redaktion an und berichtete von den Vorbereitungen zum nahenden Fest: „Wir haben ein Willkommensschild gemalt und Fingerabdrücke auf ein Plakat gemacht. Später backen wir noch Kekse.“ Außerdem sollen die Neu-Rohdenhauser von den Kindern einen selbstgemalten Stadtplan geschenkt bekommen, ehe sie eine Führung durch die Kita erhalten.

Irgendwann kam nur die Frage auf: Wohin schicken wir eigentlich die Einladungen? Projektkind Emilio stellte nämlich fest: „Da ist ja noch gar kein Briefkasten.“ Also besuchten die kleinen Projektleiter Bürgermeisterin Claudia Panke und baten um den Kontakt zu den Käufern der zukünftigen 13 Häuser auf dem Areal. Die Verwaltungschefin fand die Idee super und half den Kindern gerne. Und so gingen die Einladungen am vergangenen Freitag heraus.

Gartmann drückt den Kindern jetzt die Daumen, dass sich die neuen Nachbarn auf die Idee einlassen: „Es wäre ja schon enttäuschend für die Kinder, wenn gar keiner käme.“ Zumindest die Eltern der Einrichtung sind schon fest als Gäste eingeplant. Ebenso eingeladen sind die bestehenden Nachbarn. So wird die Kita-Feier eine gute Gelegenheit für die gesamte Nachbarschaft ergeben, die ersten Kontakte mit den „Neuen“ zu knüpfen.

Gut stehen die Chancen, dass vielleicht der direkte Nachbar der Kita der Einladung folgt, dessen Haus schon steht. „Den grüßen die Kinder bereits regelmäßig über den Zaun und nennen ihn schon beim Vornamen“, berichtet Gartmann erfreut.

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