64 Schüler des Ehlen-Gymnasiums wurden zu „Energie-Detektiven“ ausgebildet.

Janne, Luca, Alexander und Celina (v.l.) wissen jetzt alles über Energiesparen im Haushalt.
Janne, Luca, Alexander und Celina (v.l.) wissen jetzt alles über Energiesparen im Haushalt.

Janne, Luca, Alexander und Celina (v.l.) wissen jetzt alles über Energiesparen im Haushalt.

Simone Bahrmann

Janne, Luca, Alexander und Celina (v.l.) wissen jetzt alles über Energiesparen im Haushalt.

Velbert. Die Fahndung nach Energiefressern läuft ab sofort auf Hochtouren bei 32 Schülern der Klasse 5b des Nikolaus-Ehlen-Gymnasiums. „Natürlich muss das Licht ausgemacht werden, wenn es nicht mehr gebraucht wird“, sagt Janne (11). Und ihr Schulkamerad Alexander hat zu Hause schon beim Kochen zugeschaut und seine Mutter und seinen Vater ermahnt, wenn diese ohne Deckel auf dem Kochtopf das Wasser zum Kochen bringen wollten. „Das geht nicht. Das ist Verschwendung“, sagt er.

Die Kinder sollen ihr Wissen auch an Eltern und Geschwister weitergeben

Janne und Alexander sind zwei der 32 Schüler aus der 5b, die gestern offiziell als „Energiespardetektive“ ausgezeichnet worden sind – und das mit Urkunde. Die wurde allen 64 Fünftklässlern von Mitarbeitern der Verbraucherzentrale NRW verliehen, darunter unter anderem Julia Horlitz.

Sie geht in die Schulen und erklärt Schülern im Rahmen eines Workshops, wie sie Energie am besten sparen können, sowohl im Alltag zu Hause als auch in der Schule. „Ziel ist es aber nicht nur, dass die Kinder selbst Energie sparen, sondern ihr Wissen darüber auch an ihre Eltern, Bekannte und Freunde weitergeben“, sagt sie. Und eine Familie könnte bis zu 100 Euro sparen, wenn sie die Tipps befolgen, die die Kinder gelernt haben.

Zum Beispiel, dass Glühlampen einfach absolute Stromfresser sind. „Die gehören ausgetauscht“, sagt Josip. Und er weiß jetzt auch, welche Alternativen es gibt: „LED-Lampen oder Energiesparlampen sind besser für die Umwelt.“

Dass die herkömmliche Glühlampe viel zu viel Energie braucht, haben die Kinder am eigen Leib spüren können. Julia Horlitz von der Verbraucherzentrale hat einen Kasten mitgebracht, in dem die Kinder die Lampen zum Leuchten bringen können. „Und die Glühlampe wurde am heißesten“, sagt Alexander. „Ein klares Zeichen, dass die viel zu viel Strom braucht“, ergänzt Celina (10). „Die LED-Birne und die Energiesparlampe war hingegen viel kühler.“

Die Schüler finden das Thema spannend, den Workshop eher nicht

Die Verbraucherzentrale NRW führt den Workshop seit 2009 kostenlos in Schulen in ganz NRW durch. Die Ausbildung zu Energiespardetektiven wird vom Land und der EU finanziert.

Weitere Informationen zum Workshop im Netz.

www.vz-nrw.de

Celina will in Zukunft zu Hause auch verstärkt darauf achten, dass alle in der Familie den Stecker am Fernseher ziehen. „Denn selbst wenn der aus ist, der Stecker aber noch in der Steckdose ist, verbraucht das Gerät Strom.“

Grundsätzlich finden die Schüler es gut, dass sie sich mit dem Thema beschäftigt haben. „Das ist ja interessant“, sagt Janne. Aber sie hat, wie auch die anderen Energiespardetektive, auch einen kleinen Kritikpunkt. „Irgendwie war der Workshop langweilig“, sagt Alexander. Die anderen nicken. Und Celina macht einen Vorschlag: „Vielleicht kann man sich was einfallen lassen, damit das noch ein wenig unterhaltsamer ist.“

Stolz sind sie aber allemal auf ihre Auszeichnung. So brandet für jeden neuen Energiespardetektiv Applaus auf, als sie ihre Urkunden bekommen.

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